Schweizer u18 startet aufstiegs-mission: kader steht, krynica-zdroj ruft
Die Schweizer U18-Nationalmannschaft schickt sich an, den Abstieg aus der Top-Division zu korrigieren. Vom 18. bis 24. April 2026 geht es in Krynica-Zdroj um alles – und Head Coach Patrick Schöb hat seine 24 auserwählten Krieger nominiert.
Neuenschwander führt das nl-trio an
Der Bieler Jonah Neuenschwander ist längst kein Geheimtipp mehr. 34 Spiele, fünf Tore, sieben Assists – die Zahlen des 17-Jährigen lesen sich wie ein Lehrbuch für „Zukunftsmann“. Gemeinsam mit ihm reisen zwei weitere National-League-Debütanten mit: EVZ-Verteidiger Jan Daron, der in dieser Saison sein erstes NL-Tor feierte, und Laurin Fuhrer von den Rapperswil-Jona Lakers, der seine Minuten in der höchsten Schweizer Liga bereits sammeln durfte.
Doch die Starpower endet nicht dort. Drei Torhüter, neun Verteidiger und zwölf Stürmer bilden einen Kader, der sich sehen lassen kann. Silvano Andri (Davos), Yannis Zambelli (Lugano) und Dominic Ziegler (Bern) bilden das Tor-Trio. Hinten mischt vor allem GCK/ZSC-Lions-Verteidiger Lennox Hirt mit, wobei auch die Klotener Keller-Moser-Thoma-Achse für Stabilität sorgen soll.

Gruppe a wartet mit tschechien, dänemark, frankreich, norwegen und polen auf
Die Aufgabe ist klar: Nur der Gruppensieger kehrt in die Elite zurück. Die Auslosung bescherte den Eidgenossen kein Zuckerprogramm. Tschechien gilt als haushoher Favorit, Dänemark und Norwegen sind traditionell schwer zu bespielen. Frankreich und Gastgeber Polen wollen im heimischen Eis zudem die Sensation schaffen.
Die letzte U18-WM endete für die Schweiz mit einem enttäuschenden siebten Platz in der Division I A – der Abstieg war die logische Konsequenz. Nun soll die Trendwende folgen. Schöb verlangt von seiner Truppe vor allem eins: „Vollgas von der ersten Sekunde an.“
Die Vorbereitung läuft bereits auf Hochtouren. Ein Trainingslager in Lenzerheide steht noch vor der Abreise nach Polen auf dem Programm. Dort will der Coaching-Stab die letzten Feinschliffe vornehmen – und die Mentalität einprägeln, die in Krynica-Zdroj über Erfolg oder Misserfolg entscheidet.
Für die Spieler ist die WM weit mehr als nur ein Turnier. Es ist das Sprungbrett in die Profikarriere, die Visitenkarte für Scouts aus Nordamerika und die Chance, sich endgültig einen Namen zu machen. Die Uhr tickt – und in knapp zwei Jahren will niemand mehr von einem „Talente“ sprechen, sondern von einem festen Bestandteil der National League oder gar der NHL.
Die Mission beginnt am 18. April 2026 um 15:30 Uhr mit dem Auftaktspiel gegen Norwegen. Ein Sieg wäre nicht nur drei Punkte – es wäre das erste Signal an die Konkurrenz, dass die Schweiz zurück ist. Und zurück will sie mit dem Aufstieg – sonst wird es still um dieses Versprechen.
