Schröder sichert cavs den sieg – doch die nebenrollen bleiben bestehen
Cleveland – Dennis Schröder hat mit den Cleveland Cavaliers auch Spiel zwei der NBA-Playoffs gegen die Toronto Raptors gewonnen, doch der deutsche Nationalspieler blieb erneut eine Randfigur in einem dominanten Auftritt seiner Mannschaft. Die Cavs setzen sich mit 115:105 durch und bauen ihre Serie aus.

Die mitchell-harden-show: schröder im hintergrund
Während die Cavaliers erneut eine klare Überlegenheit demonstrierten – es war der zweite Sieg in Folge ohne nennenswerte Gegenwehr der Raptors – war Schröder mit lediglich 13 Minuten Einsatzzeit und fünf Punkten sowie vier Assists weit entfernt von einer Hauptrolle. Donovan Mitchell glänzte mit 30 Punkten, unterstützt von James Harden, der mit 28 Punkten ebenfalls einen wichtigen Beitrag leistete. Die Chemie zwischen den beiden scheint zu stimmen, wie Mitchell betonte: „James macht das schon etwas länger als ich. Aber wenn zwei das gleiche Ziel haben, dann hilft das.“ Ein starkes Statement der erfahrenen Kräfte im Team.
Die Serie gegen Toronto gilt als die offenste in der Eastern Conference, und die Cavs haben bewiesen, dass sie ihrer Position als Vierter der Hauptrunde gerecht werden. Die Raptors, die als Fünfter in die Playoffs gestartet sind, stehen nun vor einer harten Aufgabe. Ab Donnerstag (Ortszeit) geht es mit zwei Spielen in Toronto weiter – ein Test für die Nerven der Cavaliers.
Ein Blick nach New York: Die New York Knicks hatten weniger Glück. Ohne den deutschen Ariel Hukporti verloren sie ihr Heimspiel gegen die Atlanta Hawks knapp mit 106:107. Die Serie steht nun 1:1. Die Knicks führten bis zur zweiten Halbzeit, ehe Atlanta die Oberhand gewann. CJ McCollum war mit 32 Punkten der Schlüsselspieler der Hawks, obwohl er in den Schlusssekunden zwei Freiwürfe vergab – eine Szene, die für zusätzliche Spannung sorgte. Mikal Bridges verfehlte auf der Gegenseite die Chance, den Sieg für die Knicks zu sichern.
Die Leistung von Schröder wirft Fragen auf. Ist er in Cleveland wirklich in der Lage, seine volle Potenzial auszuschöpfen, oder ist er dazu verdammt, eine unterstützende Rolle zu spielen? Angesichts des starken Guard-Duos Mitchell und Harden erscheint Letzteres wahrscheinlicher. Doch in den entscheidenden Momenten eines engen Spiels könnte die Erfahrung und das Durchsetzungsvermögen eines Spielers wie Schröder noch Gold wert sein.
