Schröder festigt playoff-platz, doncic droht ausfall – drama in der nba

Dennis Schröder lacht, Luka Doncic humpelt. In einer Nacht, die die NBA in zwei Lager spaltet, buchen die Cleveland Cavaliers unter Führung des deutschen Kapitäns ihr Ticket für die Post-Season, während der slowenische Superstar der Lakers mit einer Oberschenkelblessur davonstolpert – und vielleicht auch seine Meisterträume.

118:111 gegen Golden State, 48 Siege, 29 Niederlagen – die Zahlen sind hart, das Spiel war wild. Schröder kommt von der Bank, jagt zwölf Punkte und sechs Assists über das Parkett, doch der Mann, der die Warriors in die Knie zwingt, heißt Donovan Mitchell: 25 Punkte, gnadenlos. Die Cavs haben sich in den letzten neun Spielen siebenmal durchgebissen – Form, die im April Gold wert ist.

Philadelphia kann nicht mehr vorbeiziehen

Die 76ers zittern hinterher, weil der direkte Vergleich sie knebelt. Noch sechs Partien, aber Cleveland ist sicher – und Schröder spielt zum zweiten Mal in drei Jahren vor dem Umzug ins echte Gelände. Wer dort wartet? Vielleicht Boston, vielleicht New York – beide noch in Reichweite.

Während Schröder feiert, stockt in Oklahoma City der Atem. Die Thunder donnern mit 139:96 über die Lakers, Isaiah Hartenstein wirft sieben Punkte, sammelt sechs Rebounds, steht am Rand des Geschehens und mitten in der Bestmarke der Liga: 61 Siege, 16 Niederlagen – kein Team ist konstanter. Shai Gilgeous-Alexander lässt die Körbe tanzen: 28 Punkte, ein Ausrufezeichen vor den Playoffs.

Doncic verletzt sich im dritten viertel

Doncic verletzt sich im dritten viertel

Doch die Schlagzeile schreibt sich in L.A. Luka Doncic, zuletzt drei Mal über 40 Punkte, bleibt bei zwölf hängen. Im dritten Viertel verheddert sich sein Oberschenkel, er verlässt düsent die Halle. «Ob er spielt, ist offen», murmelt die Lakers-Chefetage. Maximilian Kleber bleibt ohne Punkt, holt vier Rebounds – und spürt die Kälte des Playoff-Kampfs.

Die Lakers hatten 13 Siege in 14 Spielen, jetzt droht ihnen der Super-Gau. Ohne Doncic sinkt die Meisterhoffnung in den salzigen Pacific. LeBron James wirkt plötzlich alt, Bronny Junior darf von der Bank zuschauen, wie die eigene Dynastie wackelt.

Die Uhr tickt. In zwei Wochen beginnt die Post-Season. Schröder ist mittendrin, Doncic vielleicht außen vor. Die NBA spielt keine Spiele – sie spielt mit Schicksalen.