Schock in rotterdam: usa krönt sich zum weltmeister!

Ein dramatischer Schlussabschnitt hat die Handballwelt überrascht: Die USA haben Spanien im Finale der Weltmeisterschaft in Rotterdam mit 5:7 bezwungen und damit den Titel in der Division 1 errungen. Für das spanische Team, das als amtierender Champion antrat, bedeutet dies die erste Niederlage im Turnier und einen jähen Stopp der Titelverteidigung.

Die abwehr entscheidet die partie

Die abwehr entscheidet die partie

Das Duell zwischen Spanien und den USA hatte bereits in der Vorrunde für Spannung gesorgt, als Spanien nach einer dramatischen Verlängerung und Penaltyserie die Oberhand behielt. Dieses Mal präsentierte sich das Team der USA jedoch von einer neuen Seite. Während das erste Spiel vor allem durch offensive Highlights geprägt war, stand die Begegnung am heutigen Tag größtenteils im Zeichen einer starken Defensivarbeit.

Die spanische Angriffslinie, angeführt von Bea Ortiz (0/5 Tore) und Elena Ruiz (1/7 Tore), fand kaum Mittel gegen die kompakte amerikanische Abwehr. Die USA neutralisierten ihre Gegenspielerinnen geschickt und zwangen Spanien zu zahlreichen technischen Fehlern. Spanien ging zwar mit 5:4 in den letzten Abschnitt, doch dort schlug die Stunde von Torhüterin Isabel Williams vom CN Sabadell.

Williams' Glanzleistung: Die Torhüterin präsentierte sich in herausragender Form und hielt im letzten Viertel sensationell alle sieben Schüsse der Spanierinnen. Acht Minuten ohne Gegentor besiegelten das Schicksal der Ibererinnen und führten zum überraschenden Titelgewinn für die USA. Die Zahlen lügen nicht: 12 Paraden in einem einzigen Viertel – eine Leistung, die in die Handballgeschichte eingehen wird.

Für Spanien gilt es nun, sich schnell von dieser Enttäuschung zu erholen. Bereits am Mittwoch (18:30 CET) treffen sie auf die Niederlande, gegen die sie im letzten Europäischen Meistertitelkampf die Oberhand behielten. Der Kampf um den zweiten Platz in der Division wird dabei entscheidend, um die Hoffnungen auf die Superfinal in Sydney noch am Leben zu erhalten. Die Entthronisierung des amtierenden Olympiasiegers durch ein Team, das sich auf eine disziplinierte Abwehrarbeit konzentriert, zeigt, dass im Handball alles möglich ist.