Schock in köln: magdeburg verpasst dhb-pokal-bonus!
Der SC Magdeburg, gerade noch unschlagbar in der Bundesliga, hat im DHB-Pokal bitter eine herbe Enttäuschung erlebt. Nur einen Tag nach dem Halbfinal-Debakel gegen den Bergischen HC unterlag das Team von Bennet Wiegert auch im Spiel um Platz 3 dem TBV Lemgo Lippe mit 31:35. Damit verpasste Magdeburg nicht nur den Sieg, sondern auch den finanziellen Bonus für die kommende Pokalsaison.

Wiegert am boden zerstört: "es bricht mir das herz"
Die Enttäuschung im Lager des SCM war riesig. Trainer Bennet Wiegert zeigte sich sichtlich bedrückt: "Es bricht mir das Herz. Wir haben in entscheidenden Momenten die Nerven verloren und Lemgo hat unsere Fehler eiskalt bestraft." Die fehlende Konstanz, die das Team in den letzten Spielen auszeichnet, machte sich auch in Köln deutlich bemerkbar.
Lemgo präsentierte sich hingegen als ein eingespieltes Team mit einer starken Abwehr und einem überragenden Constantin Möstl im Tor, der 17 Paraden verbuchte. Die Gäste nutzten die Magdeburger Fehler konsequent aus und bauten ihre Führung kontinuierlich aus. Ein Siebenmeter, der vom SCM vergeben wurde, und technische Fehler, die Lemgo gnadenlos bestrafte, trugen zu dem desolaten Bild bei.
Der Liveticker zum Nachlesen zeigt deutlich, wie sich das Spiel entwickelte. Zunächst kämpfte sich Magdeburg zurück, vergab aber immer wieder die Chance zur Führung. Im weiteren Verlauf ließ Lemgo die Klasse aufblitzen und kontrollierte das Spielgeschehen. Die Auszeit von Wiegert konnte die Wende nicht herbeiführen.
Die Magdeburger Spieler schienen von der Anspannung des vergangenen Tages noch gezeichnet. Die Offensive wirkte lustlos, die Abwehr ließ zu viele Lücken. Matthias Musche war mit sechs Treffern zwar bester Werfer der Magdeburger, doch die Leistung als Team war weit entfernt von dem, was von einem Spitzenteam zu erwarten ist.
Für den TBV Lemgo Lippe war es ein verdienter Erfolg. Das Team um Tim Suton, der achtmal traf, zeigte eine beeindruckende Leistung und feierte den Sieg ausgelassen. Trainer Florian Kehrmann konnte kurz vor Schluss sogar noch eine Auszeit nehmen, um seine jubelnden Spieler zu feiern.
Die Niederlage wirft Fragen auf. Was ist mit dem SCM los? Kann das Team seine Form wiederfinden? Die Antwort wird sich in den kommenden Spielen zeigen müssen. Eines ist jedoch klar: Die Reise nach Köln war für den SC Magdeburg alles andere als ein Erfolgserlebnis.
