Schlotterbeck zerreißt vertrags-gerüchte: „keine einigung mit dortmund – kehls abgang ändert alles“

Nico Schlotterbeck hat am Montagabend live vor den Kameras die Sky-Meldung von einer angeblich fixen Vertragsverlängerung bei Borussia Dortmund in Stücke gerissen. „Ich muss das klar dementieren. So weit sind wir nicht“, sagte der Innenverteidiger nach dem 2:1 gegen Ghana und ließ dabei jeden Zweifel daran, dass er sich von Berichten über anstehende Unterschriften überrumpelt fühlt.

Die Bombe fällt kurz nach Abpfiff in Stuttgart. Sky hatte noch am Vormittag gemeldet, die Verlängerung des bis 2027 laufenden Kontrakts sei so gut wie durch, die Unterschrift nur noch Formsache nach der Länderspielpause. Doch Schlotterbeck schmettert diese Version mit Nachdruck: „Die Informationen stimmen nicht. Ich bin sehr verwundert über die Berichterstattung.“

Kehls überraschender abschied wirft fragen auf

Kehls überraschender abschied wirft fragen auf

Der 26-Jährige hatte bis zuletzt mit Sebastian Kehl verhandelt, dessen sofortiger Ausstieg als Sportdirektor am Freitag die BVB-Führung komplett neu justiert. „Ich hätte in den nächsten Wochen wahrscheinlich eine Entscheidung getroffen. Jetzt hat sich die Situation verändert“, gesteht Schlotterbeck. Der abrupte Führungswechsel wirft den Verteidiger zurück. „Das ist blöd für alle BVB-Fans, aber es ist keine einfache Situation für mich.“

Ole Book, der neue Mann an der Spitze der sportlichen Abteilung, hat bereits angerufen. Gespräche stehen bevor, doch Schlotterbeck macht unmissverständlich klar: Erst einmal wird neu verhandelt. Die angebliche Einigung existiert nur in den Schlagzeilen. Für die Schwarz-Gelben wird das Thema damit zum Nagelprobe der kommenden Wochen – mit einem Nationalspieler, der offenbar wieder von vorne beginnen muss.

Die Ablösesumme für den Innenverteidiger wäre bei einem Wechsel 2025 vergleichsweise moderat gewesen; verlängert er nicht, droht Dortmund 2026 der Verlust auf null. Die Uhr tickt – und Schlotterbeck weiß das.