Scherwey zündet den turbo: scb jagt die playoffs mit vollgas und bündner ziel
Tristan Scherwey ballt die Faust, stürmt aus der Kabine – und meint es ernst. Nach dem Knockout gegen Biel schaltet der 34-jährige Flügelstürmer von SC Bern den Modus „unaufhaltsam“: „Unser Ziel ist Donnerstagabend in Davos, mitten in den Bündnerbergen. Für diesen Termin arbeiten wir jetzt.“
Der gameplan bleibt, der gegner wechselt
Die Play-In-Serie gegen Rapperswil-Jona Lakers steht an, doch Scherwey verrät kein Gramm Taktik: „Wir ändern nichts. Keine System-Umschaltung, keine Experimente.“ Stattdessen fordert er eine Serie voller kleiner Kriege – „sechs, vielleicht mehr Drittel“, sagt er und lacht kurz auf, als wüsste er, dass genau das Publikum liebt: Eishockey bis zur Erschöpfung.
Die Zahlen sprechen für ihn. Drei Tore, zwei Assists in den letzten zwei Spielen gegen Biel – Scherwey trug 60 % der Berner Treffer direkt oder indirekt mit. Wer ihn stoppen will, muss die komplette Bande stoppen.

Bündner alpen im kopf, gaspedal im fuß
Warum Davos? Weil dort das Ticket für die National-League-Playoffs liegt. Gewinnt Bern die Serie gegen die Lakers, warten die Bündner auf 1 560 m Höhe – ein Ort, der Tradition hat: 2016 schied der SCB in der alten PostFinance-Arena aus, 2019 siegte er dort im Viertelfinale. Scherwey selbst erlebte beide Seiten der Medaille.
„Wir müssen den Stempel aufdrücken – sofort“, sagt er und deutet auf das Eis, als würde er schon die erste Scheibe jagen. „Vollgas, System bleibt stehen, cleveres Spiel. Dann kriegen wir den Start, den wir brauchen.“
Die Frage ist nicht, ob der SC Bern kann – die Frage ist, wie lange Rapperswil-Jona die Tempo-Maschine mitspielt. Scherwey hat die Antwort schon parat: „Wir spielen SCB-Hockey. Punkt.“
