Sarri zündet turbo vor milan-kracher und schickt lazio-fans heimliche botschaft
Maurizio Sarri lässt 48 Stunden vor dem Duell mit dem AC Milan die Muskeln spielen – und liefert nebenbei eine Kampfansage an die Klubbosse.
Sarri fordert konsequenz statt sommermärchen
„Wir treffen auf ein Monster mit Ball“, sagt der 64-Jährige über den Gegner, „aber das betrifft nur den Samstag. Danach zählt, wie ernst die Lazio den Neuanfang meint.“ Gemeint ist: Wer bis Juni nicht verlängert, darf sich warm anziehen. Zwölf Profis laufen aus, darund Immobile, Alberto und Provedel. „Wenn in den nächsten Wochen keine neuen Papiere unterschrieben werden, suchen sie sich andere Clubs“, stellt Sarri trocken fest. Sein Vertrag bis 2028? „Ein Fakt, kein Garant.“
Die Worte klingen wie ein Seitenhieb auf Präsident Claudio Lotito, der den Trainer zwar öffentlich würdigt, hinter den Kulissen aber noch keinen einzigen Stammkräften sichern konnte. Sarri nimmt die Ungewissheit zum Anlass, seine Mannschaft auf Trab zu halten. „Wer Ergebnisse will, muss auch Spuren hinterlassen. Ich setze die Elf, die mir Siege garantiert – nicht die, die Verträge hat.“

Modric-verehrung und ostern im olimpico
Zwischen all den Wechselgerüchten schwärmt Sarri von Luka Modric. „Ein Monster der Bescheidenheit. Mit 38 Jahren rennt er mehr als seine Pressingwerte vorschreiben. Das ist sportliche Kunst.“ Die Referenz ist klar: So etwas will er auch in Rom sehen – Einsatz, nicht Etiketten.
Am Sonntag kehren erstmals seit Monaten wieder 50.000 Laziali zurück ins Stadio Olimpico. „Die Jungs und ich freuen uns wie kleine Kinder“, sagt Sarri. Er kündigt an, sich nach Schlusspfiff erstmals in die Curva Nord zu verabschieden. „Normalerweise bleibe ich in der Kabine, weil die Spieler die Bühne verdient haben. Aber morgen mache ich eine Ausnahme – die Fans haben mich mitgenommen, jetzt nehme ich sie mit.“
Der Blick auf die Tabelle: Lazio liegt einen Punkt hinter Milan. Ein Sieg würde die Europa-League-Ränge wieder ins Visier rücken. Doch Sarri weiß: „Die Saison ist ein Marathon, der Neustart aber beginnt jetzt. Entweder wir rennen gemeinsam, oder wir laufen uns gegenseitig über den Haufen.“
