Sarri stellt maldini auf – allegri verzichtet auf rabiot: das ist lazio gegen milan

20.45 Uhr, Stadio Olimpico, Rom – und zwei Trainer, die sich nichts schenken. Maurizio Sarri setzt auf Daniel Maldini, den Sohn der Legende, als falsche Neun. Massimiliano Allegri muss auf Adrien Rabiot verzichten – Gelb-Rot – und packt stattdessen Luka Modric in die Startelf. Das Duell der Giganten steht.

Sarris lazio-plan: maldini als zerreißprobe

Der Coach der Biancocezzi schickt Christensen-Marktwert-Phänomen Motta zwischen die Pfosten. Vor ihm: Marusic, Gila, Provstgaard, Tavares – eine Viererkette, die Saelemaekers und Estupinan stoppen soll. Dele-Bashiru, Patric und Taylor bilden das Mittelfeld-Dreieck, das Milan-Regisseur Modric drücken will. Davor: Isaksen, Zaccagni – und Maldini. Der 24-Jährige soll die Lücken finden, die Tomori und De Winter lassen.

Allegri antwortet mit einem 3-5-2. Maignan im Tor, dahinter Tomori, De Winter und Pavlovic. Die Flügel: Saelemaekers rechts, Estupinan links. Zentral Fofana, Jashari – und eben Modric. Der Kroate soll das Tempo diktieren, das Milan in den letzten Wochen vermisste. Vorne: Leao und Pulisic, ein Duo, das in dieser Saison bereits 17 Tore erzielte.

Die zahl, die alles erklärt: 37

Die zahl, die alles erklärt: 37

37 Fouls hat Rabiot in dieser Saison schon gepfiffen bekommen – Serie-Rekord. Heute fehlt er. Für Lazio ein Geschenk, für Milan ein Risiko. Denn ohne seinen Ballgewinn-Leader verliert die Rossoneri 12 % an Zweikampfquote – Statistica-Quelle: Lega Serie A.

Die Kurve brodelt. 70.000 Römer erwarten einen Klassiker, der die Europa-League-Plätze verschiebt. Lazio liegt einen Punkt vor Milan. Wer gewinnt, springt auf Rang vier. Wer verliert, rutscht in die Krise. Sarri hat seine Elf genannt. Allegri seine auch. Jetzt zählt nur noch der Rasen – und ob Maldini den Namen erlöst oder Modric die alte Klasse zeigt.