Sandro schmid fehlt gottéron im playoff-auftakt – doch sein comeback rückt näher
Die Drachen haben den Schock verdaut: Sandro Schmid wird den Start der Playoffs verpassen – aber er wird sie nicht komplett verlieren. Nach dem brutalen Check von Marco Müller im letzten Saisonspiel herrschte erst einmal Schwarzmalerei, doch Präsident Hubert Waeber lüftet den Bann: „Wir rechnen mit ihm, nur nicht unbedingt für Match eins.“
Die diagnose: kein kreuzband, aber auch kein kaventsmann
Was genau Schmid zwickt, hält der Club bedeckt. „Keine Bagatelle“ genügt den Medizinern als Info – und das reicht den Fans, um sich neue Hoffnung zu leisten. Denn: Die Horror-Szenarien von einem kompletten Playoff-Aus sind vom Tisch. Der Center, bislang 38 Punkte in 52 Partien, war neben Julian Schmutz der konstanteste Schweizer Akteur im Kader von Mark French. Ohne ihn wirkt das Powerplay plötzlich vorhersehbar, die ersten Bemühungen in den Play-Ins schrammte gerade noch am Penalty-Killer-Desaster vorbei.
Die Timeline ist klar: Am 20. März startet Fribourg gegen den Sieger der Vorschlussrunde – vermutlich Lausanne oder ZSC Lions. Drei Tage vorher muss der 25-Jährige noch keinen Belastungstest bestehen, doch das Coaching-Team plant intern bereits mit einem Return für Game 3 oder 4. Ein kleiner Sieg im Kalender, der den Kader entspannt aufschließen lässt.

Der check, der alles in frage stellte
Müller rammte Schmid frontal an die Bande, die Referees verhängten ein Match-Strafen-Delikt. Die Disziplinarkommission verzichtete auf einen Nachschlag – zur Verwunderung vieler Ex-Spieler im Studio. Gottéron reagierte nicht mit offizieller Beschwerde, weil man intern die Meinung vertritt: Schmids Rückkehr sei der bessere Genugtuung.
Die Statistik spricht für sich: Mit Schmid kassiert der Leader der National League im Schnitt 0,35 Tore mehr pro Spiel, ohne ihn bröckelt das Selbstvertrauen in Überzahl. Die Alternative wäre Joel Vermin auf der ersten Reihe, doch der kleine Wiener agiert explosiver an der Außenbahn, nicht als Set-Up-Impulsgeber. Trainer French muss umstellen – und genau das macht die erste Runde zum Zitterspiel.
Die Fans haben trotzdem Grund zur Jubelstimmung: Die XL-Arena ist ausverkauft, die Drachen haben Heimrecht und die Mediziner arbeiten mit Hochdruck an einem „Schmid-Plan“, der bislang alle Stadien einhielt. Wenn das Team zwei Heimsiege holt, kann der schweizerische Olympia-Lad sogar in Spiel 3 zurückkehren – und dann zeigt sich, warum Gottéron in dieser Saison mehr ist als nur ein Playoff-Kandidat.
Die Botschaft lautet: Nicht verzagen, Schmid fragen – spätestens wenn die Serie heiß wird.
