Hannes steinball schreibt husky-geschichte – deutscher riese wühlt big-10 auf

Ein 2,11-Meter-Riese aus Hagen hat die Washington Huskies in eine Dimension katapultiert, die das College-Basketball-Programm seit 25 Jahren nicht mehr gesehen hat. Hannes Steinbach schaffte als erster Husky überhaupt den Sprung ins All-Big-10-Team – und das gleich in zwei Varianten.

Warum das third team nur der anfang ist

Die Conference-Trainer wählten den 19-Jährigen ins Dritte Team, die Associated Press sogar ins Zweite. Zahlen sprechen eine klarere Sprache: 20 Double-Doubles in 28 Spielen, 18,6 Punkte plus 11,6 Rebounds pro Nacht. Kein Freshman in der Big-10 war effizienter nahe dem Korb, keiner besser im zweiten Angriffszug.

Die Huskies holten sich damit einen Spieler, den selbst NBA-Scouts schon „Baby-Porzingis“ nennen. Steinbach traf 58 Prozent seiner Zweier, blockte 1,9 Schüsse pro Partie und schaffte den seltenen Trick, gleichzeitig die beste Offensive und die beste Defense seines Teams zu sein. Head coach Mike Hopkins nannte ihn nach dem letzten Heimspiel „den Grundstein für alles, was wir in den nächsten drei Jahren planen“.

Wie ein einziger transfer die komplette liga verschiebt

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Der Ex-NBBL-MVP vom IBA München kam mit dem Ruf, „nur“ ein projekt zu sein. Stattdessen übernahm er binnen zehn Wochen die Führung im Kader. Kommilitonen berichten, dass Steinbach nach jedem Training 200 Extra-Freiwürfe nahm – dokumentiert auf dem Tiktok-Kanal des Teams, der seit seiner Startaufstellung um 43 Prozent mehr Follower wuchs.

Die Folge: Washington stieg von Platz 12 auf Platz 7 im Big-10-Ranking, schaffte die erste Winning-Season seit 2019. Im Conference-Turnier treffen die Huskies heute auf Illinois. Ein Sieg würde nicht nur den „automatic bid“ für March Madness sichern, sondern auch die einzige Chance, das neue Gesicht der Liga live vor 14 Millionen Zuschauern zu zeigen.

Steinbach selbst will nicht feiern. „Einzelpreise sind nett, aber ich bin nicht wegen Trophäen hergekommen“, sagt er mit rheinischem Akzent. „Ich will gewinnen, sonst nichts.“ Der letzte Husky, der als Freshman ähnliches erreichte, hieß Isaiah Stewart – heute NBA-Profi bei Detroit. Die Messlatte liegt also bereit.

17 Tage trennen ihn vom Beginn der NCAA-Tournament-Wahnsinnsreise. Seine Statistik verspricht eines: Wer jetzt noch glaubt, ein Deutscher könne US-College-Basketball nicht aufmischen, hat die letchten zehn Spiele einfach nicht gesehen.