Sammer kritisiert arsenal-verteidiger gabriel: „ein bisschen verrückt!
Die Champions-League-Partie zwischen Atlético Madrid und Arsenal war nicht nur spannend, sondern auch von kontroversen Szenen geprägt. Ehemalige Weltklasse-Fußballer wie Matthias Sammer scheuten sich nicht, ihre Meinung dazu zu äußern – und der ehemalige deutsche Nationalspieler ließ seiner deutlichen Kritik an Arsenal-Verteidiger Gabriel freien Lauf.
Die theatralik im strafraum: sammer ist fassungslos
Nach dem 1:0-Sieg von Arsenal im Wanda Metropolitano äußerte sich Sammer bei Amazon Prime empört über eine Szene, in der Gabriel im Strafraum zu Boden ging. „Gabriel hätte Daniel Siebert heute seine Trikot geben müssen, weil es da kaum einen Kontakt gab, und er ist hingefallen“, kommentierte der Sky-Experte, der selbst eine beeindruckende Karriere beim FC Bayern München, Inter Mailand und Borussia Dortmund hingelegt hat. Der frühere Stürmer des BVB zeigte sich sichtlich irritiert von dem Verhalten des Gunners-Verteidigers.
Obwohl Sammer anerkannte, dass Gabriel insgesamt ein „sehr gutes Spiel“ gezeigt habe, betonte er, dass er als Fußballfan „auch ein bisschen aus der Bahn geworfen“ wurde. „Er hat sich viel zu leicht fallen lassen“, kritisierte der 58-Jährige das Verhalten des 28-jährigen Brasilianers. Diese Tendenz zur Theatralik beim Arsenal störe ihn sichtlich.
Alfredo Relaño von MARCA brachte die Situation ebenfalls ins Spiel und mutmaßte, dass das Spiel durch eine „hausgemachte Schiedsrichterentscheidung im alten Stil“ beeinflusst wurde, also ohne große Zurückhaltung und tendenziell immer zugunsten von Arsenal. Die Entscheidung, keinen Elfmeter für Atlético nach einem Foul an Griezmann zu geben, wurde dabei besonders hervorgehoben.

Simeones frustration: „er hat mich beim schießen destabilisiert“
Auch Atlético-Stürmer Giuliano Simeone äußerte sich zu der umstrittenen Szene. Er klagte darüber, dass Gabriel ihm beim Schießen den Ball abgenommen habe. „Es war alles sehr schnell. Ich hatte das Gefühl, dass er mich beim Schießen destabilisiert und ich keinen guten Schuss abgeben kann. Das habe ich gefühlt. Der Schiedsrichter hat in solchen Situationen, wie in diesem Fall und auch bei einem Foul an Antoine, nicht einmal das VAR geprüft, und es hat nicht zu unseren Gunsten entschieden“, so Simeone nach dem Spiel.
Gabriel, der seit 2020 vom französischen Verein Lille zu Arsenal wechselte, erwies sich als wichtiger Faktor für den Sieg der Londoner, insbesondere als er einen möglichen Treffer von Simeone vereitelte. Seine Intervention verhinderte, was mit großer Wahrscheinlichkeit ein Tor für Atlético gewesen wäre. Die Debatte um das Verhalten von Gabriel und die Schiedsrichterentscheidungen wird sicherlich noch einige Zeit andauern. Doch eines steht fest: Der Sieg von Arsenal war hart erkämpft und von Kontroversen begleitet.
