Samira lui erobert die friaul-arena: heimkehr der tv-ikone vor udinese-parma
Blau-weißer Rauch, 14.20 Uhr, Stadionlautsprefer auf Zehn: Samira Lui betritt das Feld – und für einen Moment verstummt selbst das Pressetreiben. Die 28-jährige Moderatorin, einst mit Gerry Scotti bei „La Ruota della Fortuna“ deutschlandweit bekannt, ist zurück in San Daniele del Friuli, ihr Koffer voller Promi-Glamour, ihr Herz aber schlägt für Udinese.
Promoturismo FVG schickte sie als Markenbotschafterin von „Io sono Friuli Venezia Giulia“ ins Bluenergy Stadium, kurz bevor Udinese gegen Parma die nächste Kampfansage in der Serie A startet. Hauptsponsor und Klub hatten sich geeinigt: Wer bietet sich besser an als das lokale TV-Gesicht, das hier aufwuchs und nun vor laufender Kamera die Daumen hebt?
Nummer 10 statt talkmaster: samira bekommt ihr eigenes trikot
Club-Sprecher Puma überreichte ihr ein personalisiertes Trikot mit der 10, jener Mythos-Nummer, die in Udine einst von Bierhoff, Di Natale und aktuell von Pereyra getragen wird. Sekunden später griff sie selbst zum Mikro: „Il mio cuore è qui. Questa è casa mia.“ Die Kurve antwortete mit Sprechchören, die so laut waren, dass selbst die Parma-Fans in der Nordtribüne mitklatschten.
Begleitet wurde sie von Partner Luigi Punzo, der zwar Napoli-Anhänger ist, aber an diesem Tag die Farben seines Mädchens trägt. Gemeinsam posierten sie mit Präsident Franco Soldati, Ehrenpräsident Gianpaolo Pozzo und dessen Tochter Magda – Selfies inklusive, Händedruck inklusive, Emotion pur.

Von vinitaly bis serie a: die region nutzt ihren star
Samira ist kein Zufallsgast. Die Region hatte sie bereits zur Bit in Mailand und zur Vinitaly nach Verona geschickt – nun folgt der Liga-Auftritt. Auch Luigi De Siervo, CEO der Serie A, schaute persönlich in die Friaul-Arena. Die Botschaft: Friaul ist mehr als Schinken und Wein, es lebt auch vom Sport.
Und sie? Genießt den Moment. „Ich war schon in San Siro, im Olimpico, in Florenz und Catania“, verrät sie, „aber das hier ist das echte Wohnzimmer.“ Für einen Nachmittag verwandelt sich das Stadion in eine riesige Kulisse, der Glamour-Blitzlichtgewitter mischt sich mit dem Geruch von Rasen und Bier.
Während die Spieler sich warmmachen, steht sie an der Seitenlinie, wedelt mit der Nummer-10-Jacke und feuert ihre Farben an. Ob Udinese gegen Parma punkten wird, steht auf einem anderen Blatt. Doch der Tag hat schon jetzt einen Sieger: die Region, die ihre Tochter zurückholte – und ein Publikum, das für ein paar Herzschläge vergisst, dass es eigentlich um Abstiegskampf geht.
