Sabalenka: historischer tiefpunkt – psychologe hilft bei wimbledon-krise!
Berlin – Aryna Sabalenka steckt in einer Krise, die Tennis-Deutschland und die WTA-Tour in Atem hält. Nach dem schmerzhaften Ausscheiden in Berlin steht der Weltranglisten-Ersten ein neuer, düsterer Rekord: Sie ist die erste Nummer 1 seit Einführung des WTA-Rankings, die in zwei Turnieren hintereinander den dritten Satz mit 6:0 verliert – ein sogenannter „Bagel“. Die Frage, die nun alle beschäftigt: Kann sie sich rechtzeitig für Wimbledon stabilisieren?
Der rasen scheint sabalenkas kryptonit
Die Bielusserin, bekannt als „Tigre“ für ihre aggressive Spielweise, hat auf Rasen bisher wenig Erfolg. Sie erreichte zwar zweimal den Final, verlor aber beide Male. Doch die Art und Weise, wie sie in Roland Garros gegen Shnaider und nun in Berlin gegen Pegula unterging, schockierte die Tenniswelt. Die zwei „Bagels“ in so kurzen Abständen sind in der über 50-jährigen Geschichte des WTA-Rankings beispiellos.
Ein psychologischer Gang – Sabalenka gab nach dem blamablen Ausscheiden in Paris offen zu, mit der Niederlage schwer zu kämpfen gehabt zu haben. „Ich habe viel über dieses Match nachgedacht und gebraucht Zeit, um mich zu erholen“, gestand sie. Daraufhin suchte sie professionelle Hilfe bei einem Psychologen, um sich von dem traumatischen Ereignis zu befreien. „Er hat mir sehr geholfen, nicht Gefangene dieser einen Partie zu werden.“

Wimbledon steht vor der tür – die nerven liegen blank
Doch die psychologische Stabilisierung scheint nicht vollständig geglückt zu sein. In Berlin zeigte Sabalenka erneut Schwächen, während Pegula ihre stärkste Leistung ablieferte. Der Kontrast zwischen den beiden Sätzen – Sabalenka führte im zweiten Satz noch 4:0 – war schmerzhaft deutlich. Die Frage, ob Sabalenka die mentale Stärke besitzt, um Wimbledon zu bewältigen, ist offener denn je.
Die Konsequenz für Sabalenka ist klar: Sie muss ihre Taktik überdenken, ihre mentale Stärke stärken und sich auf Rasen neu finden. Das Turnier in Berlin war ein Weckruf, der ihr zeigt, dass die Konkurrenz nicht schläft und dass der Weg zurück an die Spitze hart und steinig sein wird. Ihr Weg zur Verteidigung ihres Wimbledon-Titels wird eine Zerreißprobe.
