Nico williams: wm-trauma und comeback – so kämpft er sich frei!

Die WM 2026 in Nordamerika steht vor der Tür, und für Nico Williams ist es eine Chance zur Wiedergutmachung. Nach einem extrem schwierigen Jahr voller Verletzungen will der spanische Offensivstar mit seiner Nationalmannschaft nach den Sternen greifen. Doch der Weg dorthin war alles andere als einfach.

Ein „beschissenes jahr“ und tränen

Die Euphorie nach der EM 2024, bei der Williams mit Lamine Yamal ein brillantes Duo bildete und maßgeblich zum Titelgewinn beitrug, war jäh verflogen. Wiederholte Verletzungen bremsten den 23-Jährigen immer wieder aus. In einem Interview mit Marca sprach Williams offen über seine Leidenszeit: „Es waren sehr harte Monate, ein beschissenes Jahr“, gestand er. Die emotionale Belastung war immens: „Wenn es doch nur einmal gewesen wäre! Das wünsche ich nicht einmal meinem schlimmsten Feind.“

Vor zwei Jahren schien alles so rosig für den talentierten Flügelspieler. Seine Leistungen bei der EM hatten europaweit für Furore gesorgt, und zahlreiche Top-Klubs, darunter der FC Bayern, buhlten um seine Dienste. Die 60-Millionen-Ausstiegsklausel bei Athletic Bilbao war heiß begehrt, doch letztlich kam kein Transfer zustande. Williams entschied sich, bei seinem Jugendklub zu bleiben, wo er gemeinsam mit seinem älteren Bruder Inaki Williams spielt, der für Ghana an der WM teilnimmt.

Ein Megavertrag und hartnäckige Probleme

Trotzdem verlängerte Williams seinen Vertrag bei Athletic Bilbao bis 2035 – ein deutliches Zeichen seiner Verbundenheit. Doch die Saison, die folgte, war von hartnäckigen Leistenproblemen geprägt. Auch kurz vor der WM-Start kam noch eine Muskelverletzung hinzu. Insgesamt brachte es Williams in 25 LaLiga-Einsätzen lediglich auf sechs Treffer – deutlich unter seinen üblichen Ansprüchen. Er, der als steter Unruheherd in der Offensive bekannt ist, hatte sichtbar zu kämpfen.

„La furia roja“ mit familiengefühl

„La furia roja“ mit familiengefühl

Trotz der schwierigen Phase blickt Williams optimistisch auf die WM. Spanien zählt zu den Titelfavoriten, und der junge Offensivspieler ist fest entschlossen, seinen Beitrag zum Erfolg zu leisten. „Es ist besser, dass es jetzt passiert und nicht erst später“, erklärte er. „Wir wissen ganz genau, was wir sind, und haben bewiesen, dass wir eine großartige Mannschaft sind.“

Im spanischen Team herrscht eine besondere Atmosphäre. Williams beschreibt das Team als eine „Familie“ mit klarer Rollenverteilung: „Rodri ist der Vater. Er ist immer da, ist eher ernst und übernimmt diese Rolle. Als kleine Brüder würde ich Gavi, Yeremy oder Lamine nennen. Die Mutter wäre Mikel Oyarzabal: Wenn er streng sein muss, ist er es, aber er weiß auch, wie man Zuneigung zeigt, wenn es nötig ist.“ Und für die richtige Stimmung sorgt Kabinen-DJ Yamal.

Die WM 2026 ist für Nico Williams nicht nur eine Chance, seine Dämonen zu bezwingen, sondern auch, seinen Platz in der spanischen Nationalmannschaft zu festigen. Sein Comeback deutet auf eine neue Ära hin – eine Ära, in der er seine Verletzungen hinter sich lässt und seine außergewöhnlichen Fähigkeiten auf die Weltbühne bringt. Die Zeit der Tränen ist vorbei; jetzt beginnt die Zeit des Triumphes.