Rüdiger weist rico-vorwurf zurück: „ich wollte ihm nie wehtun“

Antonio Rüdiger hat sich in Madrid die Handschuhe angezogen – und nicht nur, weil das Thermometer auf sieben Grad fiel. Der 33-jährige Verteidiger verteidigte sich am Montag gegen den Vorwurf seines Getafe-Gegenspielers Diego Rico, ihn im Liga-Duell Anfang März absichtlich mit dem Knie am Kopf getroffen zu haben. „Wenn man die Bilder in Zeitlupe sieht, wirkt es schlimm. Aber im Spiel ist es etwas anderes“, sagte er vor dem Champions-League-Kracher bei Manchester City.

Rüdiger: „ich habe grenzen, die ich nicht überschreite“

Die Aktion wurde in Spanien zum Twitter-Hit: Rico blieb liegen, die Kameras fokussierten Rüdigers Bein, die Debatte um „roter Rauswurf“ oder nicht entbrannte. Rico sprach später von „bewusster Aggression“. Rüdigers Antwort: „Wenn ich ihn mit Absicht foule, verletze ich ihn. Ich habe danach mit ihm gesprochen. Ein Standbild ist kein Mordbeweis.“ Der Weltmeister betonte, dass er „hart, aber fair“ spiele – ein Credo, das er sich schon in seiner Jugend auf die Schulter tätowierte.

Real reist mit einem 3:0 aus dem Hinspiel nach Manchester. Für Rüdiger ist das ein Schein-Vorteil. „Ich habe gegen City schon 2:4 verloren und 3:1 gewonnen. In der Champions League kann das Ergebnis binnen fünf Minuten kippen“, warnte er. Die Statistik gibt ihm recht: In den letzten fünf Duellen mit Pep Guardiolas Team kassierte Real vier Gegentore in den ersten 20 Minuten.

Vertragsfrage vernebelt – rüdiger schweigt

Vertragsfrage vernebelt – rüdiger schweigt

Über seine eigene Zukunft wollte der Abwehrrechen nicht sprechen. Sein Vertrag läuft 2026 aus, Gerüchte aus Saudi-Arabien kreisen. „Ich bin fit, ich liebe Real. Der Rest regelt sich“, sagte er knapp. Nach dem Training verschwand er schnell in der Kabine – mit dem Blick bereits auf die grünen Lichter von Etihad, wo er am Dienstag wieder die Handschuhe anziehen wird – diesmal gegen Erling Haaland.