Juve hebt puczka-talent aus: 21-jähriger linksverteidiger jagt cambiaso

Ein halbes Jahr nach seiner Ankunft in Turin schreibt David Puczka schon Rekorde für die Juventus Next Gen – und fordert den Platz in der Profi-Elf heraus. Der 21-jährige Österreicher ist mit acht Toren und vier Vorlagen Torschützenkönig der B-Truppe, trainiert bereits mit Luciano Spalletti und könnte im Sommer zum Backup für Andrea Cambiaso avancieren.

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Die Scouts der Alten Dame entdeckten Puczka im Juli 2023 bei einem U-19-Länderspiel in Lignano Sabbiadoro. Obwohl Österreich 0:3 unterlag, stach der damals 18-Jährige durch Tempo, Ballbehandlung und eine Art von Spielfreude heraus, die Juve-Mitarbeiter sofort mit Marcelo verglichen. Kurzentschlossen legte der Klub 200.000 Euro auf den Tisch und sicherte sich die Dienste des Linksfußes bis 2027.

Anfangs wirkte Puczka wie ein „neuer Schüler auf dem Pausenhof“, wie Teamchef Massimo Brambilla intern scherzte. Sprachbarriere, neue Taktik, höheres Tempo – alles musste sitzen. Doch Brambilla setzte ihn durch, stellte ihn in einem 3-5-2-System als Flügelverteidiger auf, und plötzlich explodierte die Offensivpower: Vier seiner acht Treffer erzielte der Wiener per Elfmeter, einen per Direktabnahme aus 22 Metern.

Warum spalletti ihn im sommer hochziehen könnte

Warum spalletti ihn im sommer hochziehen könnte

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 28 Spiele, acht Tore, vier Assists – kein Juve-Next-Gen-Profi steht besser da. Hinzu kommt die physische Präsenz (1,85 m, 78 kg) und die Tatsache, dass Filip Kostic seinen Vertrag nicht verlängert und Luca Cabal nach seiner Roten Karte in Istanbul kein einziges Minütchen mehr sah. Die Linksverteidiger-Postion wird frei, und Puczka hat sich mit jedem Sprint, mit jeder Unterschrift auf dem Trikot eines kleinen Fans danach gegriffen.

„Er tritt nicht an, er tritt auf“, sagt Brambilla über seinen Schützling. Gemeint ist die Art, wie Puczka die Grundlinie entlang prescht, dann plötzlich abdriftet und mit dem Innenrist verwandelt. Dass er dabei dieselbe Bewegungsabläufe zeigt wie sein Idol Marcelo, macht die Sache fast schon filmreif.

Der nächste schritt: serie a oder leihe?

Der nächste schritt: serie a oder leihe?

Im Juve-Büro wird intern diskutiert, ob man Puczka sofort in den Kader hochzieht oder ihn zur Spielpraxis an einen unteren Serie-A-Klub verleiht. Argument Pro sofort: Er passt perfekt ins Spalletti-System, das Flügelverteidiger fordert, die gleichzeitig Innenverteidiger-Qualitäten besitzen. Argument Contra: 21 Einsätze in der dritten italienischen Liga sind noch kein Bundesliga-Portfolio.

Die Entscheidung fällt im Juni. Bis dahin will Puczka die Next Gen in die Aufstiegsreife führen – und vielleicht noch ein paar Freistoßperlen versenken. Seine Mitspieler wissen: Wenn der Österreicher am Ball liegt, ist die Latte nur noch eine Randnotiz.

Ein Satz bleibt im Tribünengang von Vinovo hängen: „Wenn du Tore schießt, schreit dich irgendwann das Stadion an.“ Für David Puczka ist das kein Traum mehr, sondern der nächste Trainingstag.