Bono erzieht antonelli zum champion – und mercedes trumpft mit schumacher-hamilton-erben auf
Shanghai schwappt über vor italienischen Flaggen. Andrea Kimi Antonelli jubelt, Peter „Bono“ Bonnington lacht sich kaputt im Funk, und Lewis Hamilton steht daneben wie der stolze große Bruder. Drei Generationen Mercedes-Power auf einem Podest – das Bild wirkt wie ein gemalter Fahrplan für die nächste Dekade.
Der mentor, der schon schumacher und hamilton formte
Bonnington ist kein normaler Race-Engineer. Er startete 2004 bei Jordan, betreute Giorgio Pantano, half 2009 bei Brawn GP dabei, Jenson Button zum Titel zu führen, und schraubte dann sieben Jahre lang an Schumachers Comeback-Wagen. Als Hamilton 2013 nach Brackley wechselte, schmiss Bono die Datenkabel für sechs Fahrer- und sieben Konstrukteurstitel. Ein Erfolgscode, den er nun an Antonelli weitergibt.
Die Chemie funktioniert sofort. In China funktionierte sie perfekt. Bono ruft: „Si Kimi! Andiamo, figlio mio!“ – Antonelli antwortet mit dem ersten Saisonsieg und der Ruhe eines 19-Jährigen, der schon 10 000 Stunden in Kartbahnen verbracht hat. Der Mythos von der 10 000-Stunden-Regel? Bonnington lacht trocken: „Ich dachte früher auch, Übung macht den Meister. Dann kam Schumi, dann Lewis. Talent spukt woanders – und Kimi hat es.“

Teamradio voller wasserpistolen und scharfer soße
Hinter den Kulissen ist die Garage kein Betonklotz, sondern ein Schulhof. Antonelli schleicht sich mit einer Wasserpistole an Bono heran, der sich revanchiert, indem er Chilisauce in die Trinkflasche des Rookies kippt. Lärm, Lachen, Leistung – das Trio verschmilzt zur neuen Mercedes-Seele. Toto Wolff beobachtet vom Boxenfenster und weiß: „Wenn Bono sagt, der Junge kann Weltmeister werden, glaube ich ihm. Er hat’s zweimal bewiesen.“
Die Zahlen sprechen für sich: 82 Siege mit Hamilton, 19 mit Schumacher, jetzt Startschuss für Antonelli. Der Bologneser sammelt in seiner Premieren-Saison 28 Punkte Vorsprung vor dem nächsten Rookie. Und während Ferrari darüber rätselt, wie man Hamilton in Maranello einbindet, plant Mercedes schon den nächsten Schritt: Antonelli soll 2026 mit dem neuen Motorreglement die Silberpfeile zurück an die Spitze führen.
Für Bonnington ist das kein Jobwechsel, sondern eine Mission. „Ich bleibe, wo das Talent schlummert“, sagt er und deutet auf das Foto aus Shanghai. „Links der King, rechts der Prinz – und ich habe das Glück, beiden die Krone aufzusetzen.“
