Rüdiger schlägt zurück: 'ich wollte ihn nie verletzen'
Antonio Rüdiger spielt morgen in Manchester um den Viertelfinal-Einzug, doch der Real-Verteidiger musste sich heute mit einem alten Rempler beschäftigen. Nach dem Knie-Treffer gegen Getafes Diego Rico Anfang März wirft der Spanier dem deutschen Nationalspieler Absicht vor.

Rico hatte von vorsatz gesprochen
Die Szende liegt jetzt einen Monat zurück, die Wunde ist noch offen. Rico hatte in spanischen Medien von 'absichtlichem' Handeln gesprochen, Rüdiger antwortete heute in der Valdebebas-Pressezone mit rauer Stimme: 'Wenn ich ihn mit Absicht treffen will, ist er verletzt raus. Punkt.' Der 33-Jährige zeigte auf das Kopfkamera-Bild: 'Standbilder lügen. Im Fluss des Spiels ist das ein normaler Zweikampf, hart, aber fair.'
Die Zahlen sprechen für ihn. Keine Rote Karte in dieser Saison, dafür 47 gewonnene Zweikämpfe in der ChampionsLeague, nur drei Foulspiele. 'Ich mag's körperbetont, aber ich kenne meine Grenzen', sagt Rüdiger und deutet auf das 3:0 aus dem Hinspiel. 'Morgen zählt nur, dass wir die zweite Beinhalterung durchziehen.'
Der Blick wandert schon ins Etihad. 'Ich habe mit Real schon gegen City gewonnen und auch verloren. Wer den Pokal holen will, muss über sie drüber.' Dass City in der vergangenen Saison im Halbfinale an Real zerbrach, weiß er. 'Sie sind hungrig, wir auch. Das ist ein Finale vor dem Finale.'
Sein eigener Vertrag läuft im Juni aus, das Thema blockt er ab: 'Ich trainiere jeden Tag, als wäre es mein erster Tag hier. Der Rest ist Papierkram, den klären wir hinter den Kulissen.' Dann der Schnapper: 'Ich liebe dieses Shirt. Und ich habe noch nichts eingepackt.'
Morgen um 21.00 Uhr steht er wieder neben Nacho in der Viererkette. Dann zählt kein Foulvideo mehr, nur noch der Knock-out. Rüdiger grinst: 'In Manchester regnet es. Perfekt für uns.'
