Cremonas letzte rauchfahne: fiorentina nagelt die grauroten auf 24 punkte fest

16. März, 20:06 Uhr – Giovanni Zini-Stadion. Ein Punkt trennt Hoffen vom Absturz. Cremonese empfängt Fiorentina mit einem Kader, der seit dem 7. Dezember nicht mehr gewonnen hat. Seither: zehn Niederlagen, vier Remis, null Siege. Die Zahlen schreien.

Vanoli stellt um auf 4-1-4-1. De Gea im Tor, Gosens links, Piccoli allein vorne. Die Idee: frühes Pressing, Mandragora als Schaltstelle. Nicola antwortet mit 3-5-2. Djuric und Bonazzoli sollen die zentrale Kette knacken, Thorsby auf der Sechs die Zweikämpfe versiegeln.

Der countdown läuft: noch neun spiele, ein leben

Der countdown läuft: noch neun spiele, ein leben

Die Aufstellung ist keine Roulette-Liste, sondern ein Notoperationstisch. Audero zwischen den Pfosten, Luperto und Folino als Brandschutzwand. Hinter ihnen: 24 Zähler, Platz 18, Abstiegszone. Gegenüber stehen die Gäste mit 25 Punkten – ebenfalls in Gefahr, aber mit zwei Europacup-Siegen im Rücken. Die Formkurve: zwei Siege, zwei Niederlagen, ein Remis. Genug, um Atem zu holen.

DAZN überträgt live, Kanal 214. Wer zappen will, braucht nur einen Blick auf die Tabelle. Cremonese konnte in der Rückrunde nur zwei Gegentreffer verhindern, kassierte 19. Fiorentina traf in den letzten drei Auswärtsspielen zweimal den Pfosten, einmal das Netz. Die Quote: 2,15 auf Viola-Sieg – ein Witz, wenn man die Form kennt.

70. Minute, Stand 0:1. Gosens flankt, Piccoli köpft, Audero pariert. Die Kurve gähnt. Statt Jubel nur noch Rauch von der Nordtribüne. Die Stimmung kippt, als Djuric in der 83. Minute den Ausgleich per Kopf erzwingt. 1:1. Ein Punkt, der Cremonese auf 25 hievt – und trotzdem auf Platz 18 lässt. Weil Empoli gewinnt, bleibt die Lunte brennen.

Nach dem Abpfiff steht Nicola am Spielfeldrand, die Hände in den Taschen. Sein Blick sagt: „Wir haben überlebt, aber wir leben noch nicht.“ Die Saison hat neun Spieltage. Für Cremonese beginnt jetzt die eigentliche Relegation. Jeder weitere Fehlstart ist ein Spatenstich im eigenen Grab.