Rüdiger knallt real madrid auf barca-tuchfühlung – elche versenkt mit volley-kracher
Ein Schlag aus der Drehung, ein Aufschrei, und die Meisterschaft rückt wieder in Reichweite. Antonio Rüdiger traf mit seinem ersten La-Liga-Tor der Saison per Volley, Real Madrid zerlegte den Abstiegskandidaten FC Elche 4:1 und schob sich auf einen Punkt an Spitzenreiter FC Barcelona heran.
Valverde liefert die vorlage, rüdiger den knall
39. Minute, Eckstoß gedreht, Valverde flog die Hereingabe hin. Im Gewühl stand Rüdiger frei, nahm die Kugel volley – links Fuß, keine Gnade. Die South-Stand-Dächer hoben sich, die Mannschaft jagte den deutschen Verteidiger, und die Tabellen-Lage hellte sich auf einen Zähler Differenz auf. Kurz vor der Pause legte Valverde selbst nach, sein Schlenzer aus 18 Metern schlug links unten ein.
Dean Hujsen, 19 Jahre, gemietet vom FC Bayern, erhöhte nach der Pause mit einem Kopfball aus ähnlicher Distanz wie Rüdigers Treffer. Die Vorentscheidung. Den Schlusspunkt setzte Arda Güler, nachdem Manuel Angel kurz zuvor per Eigentor den Ehrentreffer erzielt hatte. Zahlen sprechen: 28. Spieltag, 66 Prozent Ballbesitz, 17:5 Torschüsse – ein Trainingsspiel mit Publikum.

Barca bekommt druck, ancelotti rotation
Für Trainer Carlo Ancelotti war der Sieg die perfekte Antwort auf die Dreifach-Belastung. Drei Tage nach dem 3:0 gegen Manchester City durften Kroos und Bellingham auf der Bank verschnaufen, Valverde lief als Zehn auf, und Rüdiger agierte erstmals in dieser Saison als Libero im Dreiergespann. Die Rotation funktionierte, der Vorsprung Barcelonas schrumpft auf einen Punkt – die Blaugrana müssen am Sonntag gegen Sevilla liefern, sonst übernimmt Real vor dem Clásico Ende April die Tabellenführung.
Der Blick geht nach vorne. Mit dem Rückenwind aus dem Estadio Santiago Bernabéu und dem Gefühl, dass sogar Innenverteidiger Tore schießen, reist Real Madrid am Dienstag zu Rayo Vallecano. Elche bleibt Tabellenletzter, fünf Punkte hinter dem rettenden Ufer. Für Rüdiger war es der zweite Treffer in 122 Pflichtspielen für Real – und vielleicht der wichtigste seiner Karriere im weißen Dress. Die Liga lebt, Madrid atmet auf.
