Ronaldo fällt gegen wm-gastgeber aus – martinez plant trotzdem mit ihm
Cristiano Ronaldo fehlt im letzten Testlauf vor der WM. Der portugiesische Rekordnationalspieler zieht sich mit einer Muskelverletzung am linken Oberschenkel zurück, wird die Länderspiele gegen Mexiko (28. März) und die USA (31. März) verpassen. Die Ausfälle fallen drei Monate vor dem Turnier, das in genau diesen Ländern stattfindet.
Verletzung bleibt im nebel
Die Blessur datiert auf das Liga-Spiel Anfang März, als Al-Nassr gegen Al-Fayha gewann. Seitdem stand Ronaldo weder für den Klub noch für die Nationalelf auf dem Platz. Roberto Martinez spricht von „keiner schwerwiegenden Verletzung“, nennt aber keinen Zeitrahmen. Die Kommunikation wirkt wie ein Spagat zwischen Beruhigung und Geheimhaltung.
Die Spanier nutzen die beiden Partien als letzte Schablone. „Die Spiele sind die letzte Möglichkeit für Experimente“, sagt Martinez. Im Mai wird er die 23-köpfige Endauswahl verkünden. Dabei plant er fest mit Ronaldo – obwohl der 41-Jährige seit Wochen kein Pflichtspiel mehr absolviert hat.

Sturmduo steht, der rest wird gesucht
Martinez hat die Räder schon eingestellt: Ronaldo und Goncalo Ramos bilden das Sturm-Duo. „Wir suchen einen dritten Stürmer mit einem anderen Profil“, sagt er. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass Pressing und Tiefe nicht mehr Ronaldo’s Domäne sind. Ein Ersatz muss kommen, der Tempo aufreißen kann.
Neu im Kader sind West-Hams Mateus Fernandes und Portos 18-jähriges Talent Rodrigo Mora. Letzterer könnte direkt debütieren. Portugal trifft in Gruppe K auf Kolumbien und Usbekistan; der dritte Gegner kommt aus den Play-offs um Neukaledonien, Jamaika oder Kongo.
Für Ronaldo tickt die Uhr. Drei Monate ohne Spielpraxis, dann direkt WM-Knockout-Modus. Martinez wagt das Risiko – und setzt auf Mythos statt Matchrhythmus.
