Roma-altstars schreiben derby-saga – ohne sie stünde der klub auf platz 10

Die Kurve schrie sich heiser, Gianluca Mancini schlug zweimal ein – und plötzlich redet ganz Rom wieder von der „alten Garde“. Das 2:1 im Derby gegen Lazio war kein Sieg wie jeder andere: es war die Abrechnung mit jenem Sommermärchen, das die Römer nur noch als Albtraum erinnern wollte.

Gasperinis machtwort rettete den senat

Vor acht Wochen standen Mancini, Cristante, Pellegrini und Dybala auf der Abschussliste. Die Vertragsverlängerungen waren eingefroren, die Statistik wies sie als „Sechstplatzierte-Bande“ aus. Da griff Gian Piero Gasperini durch: „Berührt sie nicht. Ohne diese Jungs wäre Roma heute Zehnter.“ Ein Satz, der die Umkleide entzündete. Seit dem Trainerwechsel holte die Truppe 13 von 15 möglichen Punkten – und hat die Champions-League wieder im Visier.

Der Doppelschlag des Innenverteidigers am Sonntag war historisch: noch nie erzielte ein Verteidiger zwei Tore im Derby della Capitale. Für die Curva Sud ist Mancini längst der „Kapitano vero“, der emotionale Anker eines Teams, das sich nach der Trennung von Claudio Ranieri neu erfand. Die Zahl, die in Rom seit Tagen durchs Netz geistert: vier Siege, ein Remis – das ist die Antwort der Veteranen auf alle Fragen nach ihrer Zukunft.

Vetternwirtschaft mit gehaltsstreichung

Vetternwirtschaft mit gehaltsstreichung

Die Friedkin-Familie rudert zurück. Die geplanten Vertragsverlängerungen für Cristante und Mancini werden direkt nach Saisonende unterzeichnet. Beim nächsten Schachzug geht es ums Geld: Dybala soll von 8 auf 2,5 Millionen Euro plus Leistungsprämien herunter, Pellegrini von 6 auf 3. Beide signalisierten Bereitschaft – der Argentinier sogar mit einem symbolischen Handschlag mit Ryan Friedkin nach Abpfiff. Die Botschaft ist klar: der Senat bleibt, nur die Gehälter schrumpfen.

Am Samstag geht’s nach Verona. Drei Zähler, und Roma spielt 2025 wieder Königsklasse. Die Oldies wissen: dieses Mal müssen sie liefern, sonst wird der Mythos vom „Senato“ nur ein letztes Mal zitiert – im Abschiedsbrief.