Werder-doppelpack in österreichs wm-kader: freude und wundertüte!
Grün und Weiß für die Alpen: Zwei Spieler von Werder Bremen gehören dem vorläufigen WM-Kader Österreichs an. Doch während die Fans von Marco Friedl und Romano Schmid jubeln, bangen sie um die Chancen von Grüll und Wöber. Ein Blick auf die Personalentscheidungen von Bundestrainer Ralf Rangnick und die Ausgangslage vor dem großen Turnier.
Die gewählten: friedl und schmid
Mit Marco Friedl (10 Länderspiele) und Romano Schmid (33 Länderspiele) haben sich zwei Bremer Profis einen Platz im vorläufigen Kader von Österreichs Nationalmannschaft gesichert. Dazu gesellt sich der erfahrene Marko Arnautovic, der nach seiner Zeit beim SV Werder nun für den Roter Stern Belgrad stürmt. Friedl äußerte sich denn auch begeistert: „Als kleiner Junge hast du diesen Traum, weißt aber nie, ob er wirklich in Erfüllung geht. Es ist ein absolutes Highlight meiner Karriere und ich bin unheimlich stolz.“
Die Freude ist groß, doch Rangnick hat auch einige schmerzhafte Entscheidungen treffen müssen. Zwei Spieler, die ebenfalls auf ihren Einsatz hofften, müssen sich mit einer Rolle im erweiterten Kreis begnügen: Angreifer Marco Grüll und Abwehrspieler Maximilian Wöber.

Wer steht auf abruf bereit?
Die beiden Spieler stehen zwar nicht im finalen Kader, könnten aber im Falle von kurzfristigen Ausfällen noch eine Chance erhalten. Gerade Wöber, ein solider und erfahrener Abwehrspieler, wäre eine willkommene Verstärkung für das ÖFB-Team. Die Entscheidung von Rangnick unterstreicht jedoch, wie eng die Konkurrenz um die begehrten Plätze ist.
Für die österreichische Nationalmannschaft ist es eine historische Bedeutung: Es ist die erste WM-Teilnahme seit 1998. Die Gruppengegner Argentinien, Algerien und Jordanien werden eine echte Herausforderung darstellen. Die Frage ist: Können Friedl, Schmid und Co. an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen und das Land überraschen?
Neben den WM-Nachrichten gibt es auch Entwicklungen beim SV Werder Bremen selbst. Sportchef Clemens Fritz zog eine Bilanz nach der Saison und räumte ein, dass Fehler gemacht wurden. „Es war eine Saison zum Vergessen“, so Fritz. Im Sommer müssen die Bremer daher aktiv werden und Einnahmen durch Transfers generieren. Auch die Forderungen der Fans nach personellen Konsequenzen werden immer lauter.
Und es gibt weitere Personalrochaden: Werder Bremen hat einen neuen Kaderplaner verpflichtet, der zuvor bei Borussia Dortmund und Bayern München tätig war. Ein Zeichen, dass der Verein sich neu aufstellt und auf junge Talente setzt.
