Wählen verlängert das leben: neue studie enthüllt überraschenden effekt
Wer zur Wahl geht, lebt länger – das ist keine politische Parallele mehr, sondern ein wissenschaftlich belegter Fakt. Eine bahnbrechende Untersuchung von Forschern der Universitäten Pennsylvania und Indiana hat ergeben, dass die Teilnahme an Wahlen das Überleben von Senioren um bis zu 45 Prozent erhöhen kann. Ein Ergebnis, das selbst erfahrene Mediziner überrascht.

Die studie im detail: 15 jahre beobachtung von über 7.000 senioren
Die Studie verfolgte über einen Zeitraum von 15 Jahren das Leben von mehr als 7.000 älteren Amerikanern, die 2008 an der Präsidentschaftswahl teilgenommen hatten, und verglich sie mit Personen, die nicht gewählt hatten. Das Ergebnis ist verblüffend: Fünf Jahre nach der Wahl hatten diejenigen, die ihre Stimme abgegeben hatten, ein um 45 Prozent geringeres Sterberisiko. Dieses Ergebnis bestätigte sich auch zehn und fünfzehn Jahre später, wenn auch in etwas geringerem Maße (37 bzw. 29 Prozent).
Was steckt dahinter? Die Forscher vermuten, dass die Teilnahme am politischen Prozess einen positiven Einfluss auf die Gesundheit hat. Ähnliche Effekte sind bereits bei Freiwilligenarbeit beobachtet worden – diese zeigt oft eine geringere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, eine bessere psychische Gesundheit und eine längere Lebensdauer.
Das Besondere an dieser Studie ist die Verwendung objektiver Daten. Anstatt sich auf Selbstauskünfte zu verlassen, nutzten die Forscher offizielle Wahllisten und Sterbedaten des National Death Index. Dadurch konnten sie ein viel genaueres Bild der Zusammenhänge zeichnen. Es scheint, dass das bloße Teilnehmen an einer Wahl, unabhängig vom Ergebnis oder der politischen Gesinnung, bereits einen Vorteil bringt. Die Motivation, die hinter der Stimmabgabe steht – das Gefühl der Zugehörigkeit, die Verantwortungsübernahme für die Gemeinschaft – all das wirkt sich offenbar positiv auf die Gesundheit aus.
Professorin Femida Handy, eine der Autorinnen der Studie, erklärt:
