Rhein-neckar löwen: machulla kündigt radikalen umbau an!
Mannheim. Die Rhein-Neckar Löwen stehen am Scheideweg. Nach einer enttäuschenden Saison in der Handball-Bundesliga kündigt Chefcoach und Sportchef Maik Machulla einen umfassenden Umbau an, der das Gesicht des Teams grundlegend verändern soll. Das Ziel: Rückkehr an die Spitze der Liga und erneute Ambitionen in der Champions League.
Die bilanz spricht eine deutliche sprache
Die aktuelle Tabellenposition von Rang acht spiegelt die Realität wider: Die Löwen kratzen nur am Mittelmaß. Doch Machulla sieht in dieser Situation eine Chance. "Wir müssen ehrlich sein: Wir haben unsere Ziele in dieser Saison nicht erreicht. Aber das bedeutet nicht, dass wir aufgeben. Im Gegenteil, es ist ein Weckruf für uns alle!", erklärt er in einem ausführlichen Interview.
Die Verantwortlichen sind sich bewusst, dass die einstigen nationalen und internationalen Erfolge von 2016 und 2017 in weiter Ferne liegen. Um den Turnaround zu schaffen, setzt Machulla auf gezielte Neuzugänge, die Integration junger Talente und eine Veränderung des Mindsets im gesamten Verein. Es geht darum, eine neue Kultur zu etablieren – eine Kultur des Gewinns und der Verantwortung.

Kulturspieler statt nur talent
Besonders wichtig für Machulla sind sogenannte "Kulturspieler". Das sind nicht nur technisch versierte Handballer, sondern auch Persönlichkeiten, die eine positive Atmosphäre im Team schaffen und eine hohe Leistungsbereitschaft vorleben. "Wir brauchen Spieler, die jeden Tag im Training alles geben und die keine Ausreden akzeptieren. Spieler, die andere mitziehen und anspornen.“, betont der Coach.
Er nennt Namen wie Haukur Thrastarson, Dani Baijens und Edwin Aspenbäck als Beispiele für Spieler, die bereits eine wichtige Rolle in diesem Bereich spielen. Auch David Späth, dessen Einstellung er als "Eins mit Sternchen" bezeichnet, wird als Vorbild für andere Spieler hervorgehoben. “Späth schenkt keinen einzigen Ball weg – das ist etwas, an dem sich andere orientieren können.”

Jugendförderung im fokus
Neben erfahrenen Spielern setzt Machulla auch auf die Förderung der eigenen Talente. Er sieht großes Potenzial in Spielern wie Matteo Kalvelage und Julian Steinert aus der B-Jugend sowie Luca Zapp und Elias Ciudad-Benitez aus der A-Jugend. “Unsere Aufgabe ist es, ihnen so früh wie möglich den Weg in die Bundesliga-Mannschaft zu ebnen. Wir müssen dafür sorgen, dass sie die richtigen Zwischenschritte machen.”

Ein blick nach vorne: champions league 2028?
Machullas Vision für die Zukunft ist klar: Die Rhein-Neckar Löwen sollen bis 2028 wieder zu den Top-Teams der Liga gehören und um die Qualifikation für die Champions League kämpfen. "Es wird nicht einfach, denn es gibt starke Konkurrenten wie Magdeburg, Flensburg, Kiel und die Füchse Berlin. Aber wir wollen diesen Mannschaften ans Rehen und ihnen zeigen, dass wir mithalten können. Das wird nur mit harter Arbeit und einem starken Teamgeist gelingen.“
Die Herausforderungen sind groß, aber Machulla ist optimistisch. Mit einer klaren Strategie, gezielten Neuzugängen und einer neuen Mentalität wollen die Rhein-Neckar Löwen zurück an die Spitze der Handball-Bundesliga.
