Reitz-drama bei gladbach: 20-millionen-transfer rückt näher
Die Bombe ist geplatzt: Rocco Reitz wird Borussia Mönchengladbach verlassen. Sportdirektor Rouven Schröder bestätigte am Donnerstag, dass ein Verbleib des Mittelfeld-Talents „sehr, sehr unwahrscheinlich“ ist. Die Vorfreude bei RB Leipzig steigt – und die Sorge in Gladbach ebenso.
Die zahlen, die schröder schlucken lassen
20 Millionen Euro plus Boni – so viel soll Leipzig laut Sky für den 23-Jährigen auf den Tisch legen. Für Gladbach ein Plusgeschäft, für Leipzig ein Ersatz für Xaver Schlager, der den Klub verlässt. Reitz würde sofort in die Startelf rutschen, klarer Fall. Bei Borussia hingegen fehlt schon jetzt die Sportliche Planungssicherheit.
„Es ist schon ein längeres Thema, weil Rocco sehr gefragt ist“, sagte Schröder und klang dabei wie ein Mann, der weiß, dass er das Rennen verloren hat. Dabei hatte Gladbach Reitz erst vor zwei Jahren aus der eigenen Jugend in den Profikader hochgezogen. Nun droht der Abgang ohne sportlichen Ersatz – ein Transfer, der wehtut.

Was der weg nach leipzig bedeutet
Reitz würde in Leipzig nicht nur Spielzeit bekommen, sondern auch die Champions League leben. Für Gladbach bleibt die Frage: Wer ersetzt den ballstarken Sechser, der in dieser Saison bereits 29 Zweikämpfe pro 90 Minuten gewann? Die Antwort darauf lässt Schröder offen. „Noch ist nichts entschieden“, betonte er – ein Satz, der mehr nach Verhandlungstaktik klingt als nach echtem Hoffnungsschimmer.
Die Fans reagieren enttäuscht. „Wir bauen Talente auf, damit andere sie abstauben“, lautet ein Kommentar auf der Klub-Facebookseite. Der Vorwurf: Gladbach habe zu spät verlängert, zu zögerlich argumentiert. Die Realität: Reitz hat sich entschieden – und die Ablöse wird der Klubkasse zwar helfen, aber das Herz der Anhänger nicht wärmen.
Für Schröder beginnt nun ein heißer Sommer. Er muss nicht nur Ersatz finden, sondern auch ein Signal senden: Gladbach will mitspielen, nicht nur mitverdienen. Doch bis dahin bleibt ein bitterer Nachgeschmack. Der nächste Jungstar weg – und wieder einmal ist Leipzig der Nutznießer.
