Shiffrin packt aus: „hoffe, du verletzt dich!“ – der hass hinter dem siegen

„Hoffe, du verletzt dich!“ – diese Zeile landet regelmäßig im Postfach von Mikaela Shiffrin. Die 31-Jährige zeigt, was nach 99 Weltcupsiegen und zwei Olympia-Golds im Netz auf sie wartet: keine Lorbeeren, sondern Wut.

Quelle: Instagram @mikaelashiffrin, 12.03.2026, 14:10 Uhr.

Das video, das die skiwelt erschüttert

Das video, das die skiwelt erschüttert

In ihrer Story scrollt Shiffrin durch Screenshots. „Fahr endlich gegen einen Baum“, steht da. „Deine Mutter wäre stolz – wenn sie dich noch lieben würde.“ Die Amerikanerin liest die Nachrichten laut vor, während im Hintergrund ein Super-G läuft. Die Ironie: Gerade hatte sie in Kronplatz den Slalom dominiert.

Das ist keine Randerscheinung. Shiffrin spricht von „hunderten Nachrichten pro Woche“, die zwischen Sponsoren-Posts und Fan-Liebe durchrutschen. „Ich blockiere, ich melde, ich lösche – und trotzdem kommen neue Accounts.“ Die Plattformen reagieren zu langsam, sagt sie. „Wenn ich einen Bericht schreibe, dauert es Tage, bis das Konto verschwindet. In dieser Zeit haben die Trolle längst zehn neue Profilbilder.“

Die Reaktion der Ski-Community folgt binnen Minuten. Lucas Braathen kommentiert: „Wir sind keine Roboter, wir lesen das.“ Sofia Goggia postet ein Foto mit Shiffrin und dem Hashtag #stopthehate. Der norwegische Verband kündigt an, künftig strafrechtlich gegen anonyme Profile vorzugehen. Die ÖSV-Pressestelle teilt mit: „Was Mikaela zeigt, betrifft alle Athleten.“

Shiffrin selbst bleibt nüchtern. „Ich will keine Träne, ich will Regeln“, sagt sie in die Kamera. Dann schaltet sie das Handy aus und fährt zur Abfahrt nach Méribel – mit Startnummer 1. Die Uhr tickt, die Trolle auch.