Reiter wirft das handtuch: fc-bayern-nebenjob kostet münchener ob den job
Dieter Reiter hat schon vor dem offiziellen Endergebnis eingestanden, was in der Isar-Stadt keiner mehr für möglich hielt: Der SPD-Mann verliert die Stichwahl. 43,6 % gegen 56,4 % für Dominik Krause – damit ist nach 32 Jahren Schluss mit SPD-Oberbürgermeistern in München.
Reiter selbst nannte es beim Namen: „Ich habe es verbockt, es war meine Schuld.“ Die Rede war vom 20 000-Euro-Job beim FC Bayern, den er dem Stadtrat verschwiegen hatte. Erst als die Zeitungen drüber berichteten, legte er alle Ämter beim Rekordmeister nieder – zu spät.

Die 20 000-euro-frage: warum das stadion plötzlich politisch wurde
Seit 2021 kassierte Reiter für seine Arbeit im Verwaltungsbeirat des Klubs jährlich 20 000 Euro. Laut bayerischem Beamtenrecht hätte er ab 10 000 Euro eine Genehmigung einholen müssen. Das ließ er bleiben. Im Wahlkampf wurde daraus ein Eklat, der zwölf Prozentpunkte kostete.
Der Schaden war angerichtet: Plakte mit der Aufschrift „Reiter raus“ tauchten auf, die Grünen machten Transparenz zum Thema Nummer eins. Am Sonntagabend stand Reiter vor seinen Anhängern und sagte: „Das war’s von mir.“
Krause wird nun erster grüner Oberbürgermeister Münchens. Die Ära Kronawitter-Ude-Reiter ist Geschichte. Für den FC Bayern bedeutet das: Der neue Mann im Rathaus hat kein Vereinsamt – und die Fan-Initiativen gegen die geplante Stadionerweiterung haben einen Bürgermeister, der ihnen zuhört.
