Real madrid stolpert erneut: historische heimniederlage gegen getafe versetzt titelträumen dämpfer
Die Galaktischen sind auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Real Madrid kassierte im eigenen Stadion eine 0:1-Pleite gegen Getafe – und das genau neun Tage nach dem Desaster in Pamplona. Vier Punkte Rückstand auf Barcelona, eine historische Serie gerissen, die Stimmung im Bernabéu am Tiefpunkt.
Martin satriano trifft per traumvolley – und beendet 18 jahre real-dominanz
Der Treffer fiel in der 39. Minute. Satriano nahm den Ball aus 16 Metern direkt, traf das rechte Kreuzeck unhaltbar. Es war der erste Sieg der Gässe im Bernabéu seit dem 24. Februar 2008. Seither hatte Real 37 Mal gewonnen, vier Mal remis – bis gestern.
Die Heimelf wirkte ideenlos, besonders in der zweiten Halbzeit. Trotz 72 Prozent Ballbesitz kamen die Königlichen kaum zu klaren Chancen. Vinícius Junior vergab in der 67. Minute die größte, scheiterte aus sieben Metern an David Soria. Getafe verteidigte kompakt, ließ kaum Lücken – und konterte gefährlich.

Rüdiger sieht rot nur im kopf – var schweigt
Eine Szene wird Madrid lange beschäftigen. In der 33. Minute rammte Antonio Rüdiger Diego Rico das Knie ins Gesicht. Der Deutsche blieb ohne Verwarnung, der Video-Referee schaltete sich nicht ein. Stattdessen pfeift Hernández Maeso weiter, als sei nichts geschehen. Rico musste mit blutender Nase behandelt werden, blieb aber auf dem Feld.
Die Entscheidung wird hitzig diskutiert. Kompensiert die Schiedsrichter-Anleitung den offensichtlichen Fehler? Real profitiert – und dennoch reicht es nicht zum Punkt. Die Niederlage schmeckt doppelt bitter.
Arbeloa redet sich tapfer – doch die tabelle lügt nicht
Nach Abpfiff versuchte Trainer Álvaro Arbeloa, die Stimmung zu dampfen: „Vier Punkte sind aufholbar. Wir sind Real Madrid, wir geben nie auf.“ Klingt stark, doch die Zahlen sprechen eine andere Sprache. Seit 2012 holte kein Team mehr die Meisterschaft, das nach 32 Spieltagen vier Zähler hinten lag.
Zusätzlich der personelle Aderlass: Franco Mastantuono flog wegen Meckerns in der Nachspielzeit vom Platz, Vinícius sah Gelb – beide gesperrt fürs nächste Auswärtsspiel in Valencia. Die Karten-Quote steigt, die Luft wird dünner.
Am Ende bleibt ein Geschmack von Déjà-vu. Wie schon 2006, als Fabio Capellos Team die Liga nach einer Heim-Pleite gegen Betis verspielte, könnte auch diese Saison eine einzige vermeintliche Pflichtaufgabe die Titel-Träume beenden. Die Königlichen müssen jetzt in Mestalla gewinnen – sonst wird Barça vorzeitig feiern. Und das wäre das nächste Kapitel eines Albtraums, den das Bernabéu so schnell nicht vergessen wird.
