Rayo vallecano: alemao schreibt geschichte – finale in sicht!

Vallecas bebt! Alexandre Zurawski, kurz Alemao, hat mit zwei entscheidenden Toren im Halbfinal-Rückspiel gegen Strasbourg den Rayo Vallecano in das bedeutendste Spiel der Vereinsgeschichte geführt. Nach fast 102 Jahren darf der Verein nun von einem Titel träumen – ein Märchen, das in den Straßen von Vallecas geschrieben wird.

Der brasilianische glücksgriff: wie alemao zum schlüsselspieler wurde

Der brasilianische glücksgriff: wie alemao zum schlüsselspieler wurde

Der Stürmer, der im September aus Oviedo kam, schien zunächst ein weiterer Neuzugang zu sein. Doch Alemao verstand schnell, was es bedeutet, für den Rayo zu spielen. Die Fans nahmen ihn sofort in ihre Arme, und er erwies sich als der Mann, der in den entscheidenden Momenten zuschlägt. Seine beiden Tore gegen Strasbourg waren nicht nur spielentscheidend, sondern auch ein Symbol für den unbändigen Willen und die Leidenschaft, die diesen Verein auszeichnen.

„Es ist die Wahrheit, wir sprechen viel über den Teamgeist hier“, so Alemao in einem Interview. „Es gibt Spieler, die schon lange hier sind und dafür sorgen, dass alles gut läuft. Solche Mitspieler zu haben, ist unglaublich wertvoll.“ Die Worte des Brasilianers unterstreichen die besondere Atmosphäre im Team, die offenbar auch zu Höchstleistungen führt.

Die Nähe zu den Fans ist ein weiterer Faktor, der Alemao beeindruckt hat. „Wenn wir vom Spiel kommen, werden wir von den Fans umringt, die Fotos machen und Autogramme wollen. Das ist etwas Besonderes.“ Diese Verbundenheit mit den Anhängern scheint eine zusätzliche Motivation für die Spieler zu sein.

Alemao blickt auf seine Vorbilder im Fußball: „Ich habe schon immer Benzema bewundert, seine Spiele beim Real Madrid verfolgt. Früher war ich Außenstürmer und habe Cristiano Ronaldo und dann Benzema beobachtet. Und natürlich Haaland und Rooney – es gibt so viele Top-Stürmer.“ Diese Inspiration aus der Weltklasse hat Alemao zweifellos weitergebracht.

Die Frage, ob er sich schon in die Vereinsgeschichte eingezeichnet sieht, beantwortet er bescheiden: „Ich bin sehr froh, dass ich geholfen habe, den Rayo für die Final zu qualifizieren. Wir haben zwei großartige Spiele gezeigt und hätten uns den Sieg verdient. Aber das Wichtigste ist, dass der Rayo gewinnt.“

Seine Motivation ist klar: „Ich versuche immer, mein Bestes zu geben und in den Chancen, die ich bekomme, zu treffen. Ich weiß, dass ich nicht in jedem Spiel treffen werde, aber ich weiß auch, dass ich auf andere Weise zum Sieg des Rayo beitragen kann.“

Alemao ist ein gläubiger Mensch. „Der Glaube ist ein Teil meines Lebens, das kommt von meiner Mutter, die sehr religiös ist. Das ist in unserer Familie sehr wichtig.“ Vor jedem Spiel betet er, um sich zu konzentrieren und sein Bestes zu geben. „Es ist wichtig, mit dem Kopf und dem Herzen bei der Sache zu sein, aber auch im Training hart zu arbeiten. Nur so können wir erfolgreich sein.“

Die Atmosphäre in Vallecas, die Alemao vor seinem Wechsel nicht kannte, hat ihn sofort in ihren Bann gezogen. „Man muss es selbst erleben, um zu verstehen, was Vallecas und der Rayo bedeuten.“