Ofc feiert 125. geburtstag: barbara klein blickt zurück
Offenbach am Main – 125 Jahre Kickers Offenbach! Ein Jubiläum, das nicht nur mit Siegen und Toren gefeiert wird, sondern auch mit Erinnerungen an bewegte Zeiten. Barbara Klein, eine Frau, die den Verein seit Jahrzehnten begleitet und als Witwe des OFC-Idols Waldemar Klein eine Legende an sich ist, blickt im Gespräch mit hr-iNFO zurück auf eine außergewöhnliche Reise.
Fast ein halbes jahrhundert kickers-geschichte
„Es ist so viel passiert, dass man es gar nicht mehr zusammen bekommt“, gesteht Klein, die seit fast einem halben Jahrhundert eng mit dem OFC verbunden ist. Sie erinnert sich an die Höhen und Tiefen, an die leidenschaftlichen Anhänger und an die Momente, in denen der Rasen förmlich erzitterte. „Fast 3.000 Leute stehen immer auf der Waldemar-Klein-Tribüne, egal ob jung, alt, reich oder arm. Das ist die Faszination des OFC – eine Großfamilie, die sich für zwei Stunden ihrem Elend entzieht.“

Von absätzen auf dem rasen bis zum neuen stadion
Doch es gab auch Zeiten, in denen die Stimmung im Stadion hitzig war. Klein, die damals als Vermittlerin zwischen den Anhängern fungierte, erinnert sich schmunzelnd an einen Vorfall, bei dem sie mit hohen Absätzen das Spielfeld betrat, um eine Eskalation zu verhindern. „Der Rasengott ist beinahe in Ohnmacht gefallen!“, lacht sie. Heute, mit dem modernen Stadion und den verbesserten Sicherheitsvorkehrungen, hat sich die Atmosphäre zum Positiven gewandelt.

Ein versprechen an waldemar
Trotz der sportlichen Enttäuschungen der letzten Jahre, der seit 13 Jahren andauernden Zweitliga-Durststrecke, hat Klein einen festen Wunsch. „Ich hatte mir schon damals den Durchmarsch in die zweite Liga gewünscht und dass wir uns dort festklammern.“ Doch sie weiß auch, dass der Fußball unberechenbar ist. „Das ist Fußball. So wie wenn man mir 500 Euro fürs Spielcasino gibt und sagt: 'Kommen Sie mit 50.000 wieder!' So geht es nicht.“
Doch eines ist gewiss: Barbara Klein wird dem OFC weiterhin treu bleiben. „Ich hatte es meinem Mann versprochen, dass ich dem OFC immer zur Seite stehe, solange er weitestgehend im positiven Sinne läuft.“ Ein Versprechen, das sie mit Leidenschaft und Hingabe einhält – und das den Kickers Offenbach auch in Zukunft zur Seite steht.
