Rashford-poker: barcelona verpasst womöglich millionen-schnäppchen

Manchester United droht ein Teufelskreis beim Abgang von Marcus Rashford. Der Angreifer, der aktuell im englischen Nationalteam weilt, steht wohl kurz vor dem Abschied aus Barcelona – und die Katalanen könnten dadurch ein Schnäppchen verspielt haben. Die Verhandlungen zwischen den Vereinen stecken fest, und die Zeit läuft ab.

Ein transfer, der sich zäh tut

Ein transfer, der sich zäh tut

Die Leihe Rashfords zum FC Barcelona war von Anfang an ein Zankapfel. Obwohl der Stürmer mit 14 Treffern und 14 Vorlagen in 49 Spielen durchaus überzeugte, scheint der FC Barcelona zögert, die festgeschriebene Ablösesumme von 30 Millionen Euro zu zahlen. Laut Berichten des 'Daily Mail' sind die Verantwortlichen in Manchester von einer Zahlung von lediglich 15 Millionen Euro zu hören, was die Redaktion des 'Mirror' mit der Erschöpfung der Verhandlungsspielräume des FC Barcelona begründet.

Sir Jim Ratcliffe, der neue Teilhaber von Manchester United, drängt auf einen Verkauf, um die Gehaltsstruktur des Klubs zu entlasten. Doch die Uneinigkeit im Preis könnte die Situation noch komplizierter machen. Manchester United befürchtet, dass sich der Rashford-Transfer bis nach der Weltmeisterschaft hinzieht – und damit die eigenen Transferpläne für diesen Sommer, sowie die Vorstellungen von Michael Carrick für die nächste Saison, massiv behindert.

Es geht um mehr als nur einen Spieler. Die Verhandlungspoker um Rashford blockiert andere Transferaktivitäten der Red Devils. Jeremy Cross berichtet, dass die Verhandlungen zwischen Barcelona und Manchester United so festgefahren sind, dass der Verein sogar in Erwägung zieht, Rashford an einen anderen Verein abzugeben. Das Problem: Andere Interessenten sind vermutlich ebenfalls nur bereit, die 30 Millionen Euro Ablösesumme zu zahlen.

Die Premier League lockt: Arsenal, Chelsea, Newcastle, Tottenham und Aston Villa könnten ebenfalls ein Auge auf den talentierten Rashford geworfen haben. Allerdings will Manchester United nicht, dass Rashford zu einem direkten Konkurrenten in der Liga wechselt. Die Verpflichtung von Antony Gordon durch Barcelona für 70 Millionen Euro beim Newcastle United kompliziert die Lage zusätzlich.

Die Katalanen spielen mit dem Feuer. Verschwenden sie hier eine Chance, einen Weltklassespieler zu verpflichten, oder ist die Summe tatsächlich zu hoch angesichts der aktuellen finanziellen Lage des Clubs? Die Antwort wird entscheidend sein – für beide Vereine.