Rafa mir entfesselt rassismus-eklat: „du kamst auf dem schlauchboot“

Die Liga-Saison 2025/26 bekommt einen schmutzigen Nachgeschmack. In der 26. Spieltag-Partie zwischen Elche und Espanyol (2:2) flog Rafa Mir nicht nur ein Tor, sondern auch eine rassistische Entgleisung an Omar El Hilali. Schiedsrichter Azpeteguia zog sofort den Anti-Rassismus-Parto und unterbrach die Partie – ein Vorgang, der in Spanien längst Routine sein sollte, aber immer noch wund klopft.

El hilali hat das schon öfter gehört

El hilali hat das schon öfter gehört

Die Worte des Stürmers hallen nach: „Du kamst auf dem Schlauchboot.“ El Hilali, seit zwei Jahren in Spanien, wurde schon in früheren Partien wegen seiner marokkanischen Herkunft beschimpft. Gegen Elche eskalierte es. Der Unparteiische dokumentierte den Vorfall im offiziellen Spielbericht, die Liga-Aufsicht leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Für Mir droht eine Sperre von mindestens fünf Spielen – und ein Imageschaden, den selbst ein Elfmeter nicht wettmacht.

Die Szene überschattet einen ansonsten temporeichen Kampf. Elche glich zweimal aus, Espanyol verpasst dadurch den Sprung auf Platz fünf. Doch die Tabelle interessiert nach Abpfiff nur noch am Rande. Vereinspräsident Joaquín Parra musste sich nach Spielschluss öffentlich entschuldigen und kündigte interne Konsequenzen an. „Wir werden null Toleranz zeigen“, sagte er. Die Spielergewerkschaft AFE forderte erneut obligatorische Sensibilisierungskurse – Forderung, nicht mehr ganz neu, aber offenbar nötig.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: In dieser Saison wurden bereits zwölf Anti-Rassismus-Protokolle aktiviert, zwei mehr als im gesamten Vorjahr. Die Liga investierte 1,4 Millionen Euro in Kampagnen, doch wenn ein Profi im Lauf des Spiels in die Kerbe schlägt, wirkt das wie ein Schlag ins Gesicht aller Betroffenen. El Hilali selbst reagierte auf dem Platz mit erhobenem Kopf, verzichtete aber auf eine sofortige Stellungnahme. Sein Berater kündigte an, dass man rechtliche Schritte prüfe.

Für den Deutschen Fußball-Touristen bedeutet das: Wer nächste Woche ins Manuel-Martínez-Valero-Stadion reist, wird verstärkte Sicherheitskontrollen erleben. Die Ultras beider Seiten haben sich inzwischen in sozialen Medien solidarisiert – mit Hashtag #NoAlRacismo. Ob das reicht, um ein System zu ändern, das offenbar selbst auf höchstem Niveau Lücken offen lässt, bleibt offen. Die Liga miefert nicht nur Punkte, sondern auch ihre Glaubwürdigkeit.