Psg: senny nsona mayulu – vom bankdrücker zum überraschungshelden!
Paris. Ein 1:0-Sieg gegen Brest, der die Meisterschaft rückt, und ein Name, der plötzlich im Rampenlicht steht: Senny Nsona Mayulu. Während Désiré Doué den entscheidenden Treffer erzielte, war es Mayulu, der die Verantwortlichen und Fans des Paris Saint-Germain gleichermaßen in Erstaunen versetzte – und das in einer Rolle, die ihm eigentlich nicht zusteht.

Der allrounder, der zum lebensversicherungspolizist wurde
Luis Enrique, der Trainer des PSG, schwärmt von dem 20-jährigen Talent: „Um auf dem rechten Flügel im PSG zu spielen, braucht man vor allem Motor. Und das hat Mayulu. Er ist wie Achraf Hakimi oder Zaïre-Emery – er kann verteidigen, angreifen, er ist der Neuner, der Elf, der Acht, die Sechs, die Zwei.“ Diese Aussage verdeutlicht die Vielseitigkeit des Spielers, der sich in dieser Saison immer wieder als überraschend effektiver Rechtsverteidiger erwiesen hat. Seine Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Sechs gewonnene Dribblings von insgesamt neun, vier erfolgreiche Tacklings, zwei Interceptions, sieben Recoveries und 71 von 79 Pässen – beeindruckende Werte für einen Spieler in einer ihm eigentlich fremden Position.
Mayulus Vielseitigkeit ist nicht neu. Im letzten Saisonabschnitt etablierte er sich bereits als Joker, der in entscheidenden Momenten für Akzente sorgte. Sein Treffer im Finale der ChampionsLeague (als zweijüngster Spieler überhaupt) sowie sein Tor im Debüt des PSG in der Klub-Weltmeisterschaft zeugen von seiner Nervenstärke und seinem Potenzial. Er hat in 39 Spielen sechs Tore erzielt und fünf Assists geliefert – Zahlen, die angesichts seiner Rolle von der Bank aus beachtlich sind.
Doch hinter dem Erfolg lauert eine Unsicherheit. Mayulu, dessen Vertrag bis 2027 läuft, hat bereits mehrere Angebote zur Verlängerung abgelehnt. Der Club überlegt nun ernsthaft, ihn diesen Sommer zu verkaufen, um zu verhindern, dass er ablösefrei wechselt. Ein bitterer Abschied für ein Talent, das so plötzlich und unerwartet aufblüht?
„Ich bin sehr zufrieden mit dem, was er dem Team bringt. Er wird die Möglichkeit haben, in wichtigen Spielen zu spielen, so wie er es bereits getan hat“, so Enrique, der die Entwicklung des „Titi“ (Nachwuchsspielers) schätzt. Ob diese Worte jedoch ausreichen, um Mayulu von einem Verbleib im Parc des Princes zu überzeugen, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung wird entscheidend sein – nicht nur für den Spieler, sondern auch für die Zukunft des PSG.
