Psg gegen bayern: ehemaliger stürmer schimpft über den modernen fußball!

Der Champions-League-Halbfinaler zwischen Paris Saint-Germain und Bayern München lieferte ein Spektakel, das die Fußballwelt in Atem hielt – und doch nicht alle begeistert. Während Luis Enrique das Spiel als „das beste, in dem er je Trainer war“ bezeichnete, äußerte sich der ehemalige italienische Stürmer Alessandro Melli äußerst kritisch.

Ein var und keine abwehr: melli kritisiert den modernen fußball

Ein var und keine abwehr: melli kritisiert den modernen fußball

Melli, der in seiner Karriere 44 Tore in 203 Serie-A-Spielen erzielte und vier Länderspiele für die italienische Nationalmannschaft bestritt, teilte seine Meinung auf Facebook mit. Seine Worte waren scharf: „Ich gehe gegen den Strom, aber zwischen VAR und Spielen, in denen es keine Verteidigung, kein Marking und kein Mittelfeldspiel gibt, ekelt mich dieser Fußball an.“

Er fuhr fort: „Wer genießt diesen Fußball? Die Fernsehsender, die Kommentatoren und die Fans, die es mit dem Sehen von Toren zufrieden geben, aber nichts von diesem Spiel verstehen. Der heutige Fußball ist die neue NBA.“ Diese Vergleiche zeugen von einer tiefen Frustration über die Entwicklung des Spiels.

Doch dann folgte eine überraschende Klarstellung. Melli betonte, dass er nicht den italienischen Fußball verteidige. „Zwischen Milan-Juve (0:0) und PSG-Bayern (5:4) bevorzuge ich das zweite Mal um ein Vielfaches.“ Sein eigentliches Anliegen sei die Tendenz, in der die Kunst des Verteidigens verschwunden sei und die Regeln sowie der VAR Episoden verändern würden, was zu Ergebnissen von 7:5 oder 6:6 führen könnte.

„Als ich spielte, war es anstrengend, ein Tor zu schießen“, so Melli. „Es war schwierig und kompliziert. Aber es gab trotzdem Champions. Man musste sich anstrengen, selbst die Champions mussten sich anstrengen.“ Er sieht eine Entwicklung hin zu der Vorstellung, dass jede Aktion ein potenzielles Tor sein könnte, was zwar der Fernsehwerbung zugute kommt, aber die Eintrittspreise in die Höhe treibt. „Das ist nur meine Meinung.“

Die Debatte um den modernen Fußball wird dadurch weiter angeheizt. Es bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen des Fußballs auf diese Kritik reagieren und versuchen, das Spiel wieder in einen Zustand zu versetzen, der sowohl unterhaltsam als auch taktisch anspruchsvoll ist. Denn eines ist klar: Die Leidenschaft für den Fußball stirbt nicht, sondern wandelt sich – und mit ihr die Erwartungen der Fans.