Wachsende unruhe im deutschen eisschnelllauf: athleten kritisieren verbandsspitze

Unmut bei deutschen eisschnellläufern – kritik an der desg-spitze

Die Stimmung im deutschen Eisschnelllauf ist angespannt. Laut einem Bericht von SID vom 10. Februar 2026 wächst der Unmut der Athleten gegenüber der Verbandsspitze, insbesondere gegenüber DESG-Präsident Matthias Große. Die Sportler fühlen sich nicht gehört und fordern mehr Transparenz und Mitbestimmung.

Athletensprecher dombek schlägt alarm

Athletensprecher dombek schlägt alarm

Hendrik Dombek, der Athletensprecher, äußerte sich gegenüber der ARD besorgt. Er betonte, dass die aktuelle Situation im Verband eine “erhebliche Belastung” für die Athleten darstelle. Dombek, der bei den Olympischen Winterspielen in Mailand/Cortina an den Start geht, fordert einen “intensiveren und regelmäßigen Austausch” mit den Verbandsgremien.

Forderung nach respekt und transparenz

Forderung nach respekt und transparenz

Die Athletenvertretung strebt ein Umfeld an, das von “gegenseitigem Respekt, transparenter Kommunikation und verantwortungsvollem Umgang mit Macht” geprägt ist. Dies sei essenziell, um die bestmöglichen Bedingungen für die Sportler zu schaffen und den Erfolg des deutschen Eisschnelllaufs wiederherzustellen.

Kritik an mangelnder mitgestaltung

Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland, bestätigte die Frustration der Athleten. Er berichtete von einer “gewissen Desillusion”, da den Sportlern das Gefühl vermittelt wurde, ihre Mitgestaltungsbestrebungen würden ignoriert. „Ihnen wurde immer wieder die Tür vor der Nase zugeschlagen“, so Herber.

Vorwürfe der finanziellen unregelmäßigkeiten

Es gibt auch Vorwürfe bezüglich zurückgehaltener Haushaltspläne und nicht ausgezahlter Prämien an Vereine und Sportler. Matthias Große weigerte sich jedoch, sich auf SID-Anfrage zu diesen Vorwürfen zu äußern. Eine Stellungnahme soll erst nach den Olympischen Spielen auf einer Pressekonferenz erfolgen.

Dosb hält sich zurück

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) gab auf Anfrage der ARD keine Stellungnahme ab, betonte aber die Erwartung, dass die Mitgliedsverbände sich im Rahmen der rechtlichen Vorgaben und der Grundsätze des deutschen Sports eigenständig organisieren und dabei gute Verbandsführung praktizieren.

Hintergrund: die situation des deutschen eisschnelllaufs

Der deutsche Eisschnelllauf hat seit 2010 keine olympische Medaille mehr gewonnen. Matthias Große übernahm 2020 die Spitze der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) mit dem Ziel, den Verband zu alter Stärke zurückzuführen. Die aktuelle Unruhe gefährdet jedoch diese Bemühungen.