Trump droht iran mit wm-teilnahme: „willkommen – aber sie riskieren ihr leben“
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 rückt näher – und mit ihr ein diplomatisches Pulverfass. Donald Trump hat der iranischen Nationalmannschaft auf seiner Plattform Truth Social die Einreise in die USA zwar offiziell erlaubt, gleichzeitig aber ein düsteres Szenario aufgemalt: „Sie sind willkommen, aber ich halte es für unangemessen. Für ihre Sicherheit.“
Warum der iran wankt
Sportminister Ahmad Donyamali hatte tags zuvor ein mögliches Aus für Team Melli ins Spiel gebracht – offiziell wegen der geopolitischen Krise, informell aus Angst vor Protesten und Sanktionen. Die FIFA reagierte sofort. Präsident Gianni Infantino telefonierte mit Trump und verkündete noch am selben Tag: „Der Präsident der Vereinigten Staaten bestätigt mir, dass Iran spielen darf. Der Fußball vereint.“
Doch die Rhetorik des ehemaligen US-Präsidenten lässt Raum für Interpretationen. Mit dem Verweis auf „Lebensgefahr“ spielt Trump geschickt die Sicherheitskarte – und schiebt der iranischen Regierung die Verantwortung zu, sollte sie ihr Team tatsächlich ins Exil der Gruppenphase nach Kanada oder Mexiko schicken. Die Aussicht, dass iranische Fans und Spieler in US-Stadien aufeinanderprallen, lässt Staatsanwälte bereits Alarmpläne schmieden.

Wenn iran absagt, rückt katar nach
Die FIFA hat intern zwei Szenarien auf dem Tisch. Fällt Iran als letztem asiatischen Teilnehmer aus, springt Katar als Gastgeber von 2022 nach – Platz 12 der Weltrangliste, milliardenschwere Infrastruktur, keine Visaprobleme. Alternativ winkt Kolumbien, das in der CONMEBOL-Zone knapp scheiterte und mit James Rodríguez als Zuschauermagneten wirbt. Entscheidend ist der Stichtag: 14. März muss die finale Meldung bei der FIFA eingehen, sonst wird der freie Slot per Rangliste neu verteilt.
Christian Schneider, TSV Pelkum Sportwelt:
„Trump nutzt den Ball, um innenpolitisch Punkte zu sammeln. Infantino braucht das Turnier ohne Boykott, um sein Vermächtnis zu retten. Und der Iran? Der steht zwischen Demütigung und Duldung – ein Schachspiel, bei dem die Spieler nur Figuren sind.“
Bislang hat Teheran keine offizielle Absage eingereicht. Die Uhr tickt. Die nächsten 72 Stunden entscheiden, ob wir im Juni 2026 Iran-Chants in New Jersey hören – oder das Echo eines leeren Lostopfs.
