Ottawa darf doch ziehen: nhl lockert draft-strafe – aber der preis ist happig

Die Ottawa Senators atmen auf – und blechen. Die NHL hat die 2026er-Erstrunden-Sperre aufgehoben, doch der Deal hat einen Haken: Pick 32 statt Lottery-Traum, eine Million Dollar für den guten Zweck und ein Transferverbot für genau diesen Slot.

Das Präsidium um Commissioner Gary Bettman revidiert damit die historische Strafe aus dem Dadonov-Debakel von 2021. Damals hatten die Senators der Liga zufolge die No-Trade-Liste des Russen verschwiegen, Vegas und Anaheim in die Irre geführt und die Deadline-Logik zerrissen. Die Konsequenz: Verlust eines First-Rounders innerhalb von drei Jahren.

Warum die plötzliche kehrtwende?

Neuer Besitzer, neues Glück. Michael Andlauer kaufte 2023 die Franchise, feuerte GM Pierre Dorion und räumte auf. Seit Monaten lobbyierte die Führung in New York: Die Verfehlung liege in der alten Ära, das Management sei komplett erneuert. Die Argumente zogen – allerdings nur halb.

Ottawa darf also wählen, aber nicht dort, wo das Team 2026 wahrscheinlich steht. Sollte die Stützle-Truppe die Playoffs verpassen, verpufft die Lottery-Chance auf Connor Bedard-Level-Talente. Stattdessen wartet am Ende der ersten Runde der sogenannte „Compensatory Pick 32“, ein Trostpreis mit Promi-Problem: Er darf nicht getradet werden. Ein Asset, das man nicht bewegen kann, ist in der NHL ein Wertverlust.

Eine million dollar buße – und ein präzedenzfall

Eine million dollar buße – und ein präzedenzfall

Die Millionenspende an die NHL-Stiftung ist mehr als symbolisch. Sie legt den Grundstein für künftige Sanktionen gegen Manager-Pannen. Wer Vertragsdetails vertuscht, zahlt nicht nur mit Draft-Picks, sondern direkt mit Barem. Die Botschaft: Selbst nach Eigentümerwechsel bleibt die Haftung an der Franchise kleben.

Für Tim Stützle und Co. ändert sich kurzfristig wenig. Die Senators kämpfen um Wild-Card-Luft, und der neue GM Steve Staios kann beim Draft zwar mitmischen, aber nicht mitmischen. Die echte Chance auf einen Top-10-Talent-Treffer vertagt sich auf 2027 – sofern dann niemand wieder eine Liste vergisst.