Kamberi bleibt draußen – fc zürich muss zwei weitere spiele auf abwehrchef verzichten

Lindrit Kamberi bleibt gesperrt. Die Swiss Football League wies die Einsprache des FC Zürich gegen die Drei-Spiele-Sperre des Verteidigers ab. Der 25-Jährige muss auch am Samstag gegen Sion und am 21. März gegen Thun zuschauen – ein herber Schlag für den Tabellenzweiten.

Die begründung der liga

Kamberis Rotkarte am 1. März gegen die Young Boys war laut Liga ein klassisches „Last-Man-Foul“. Der Innenverteidiger hatte seinen Gegner als letzer Mann gestellt und dessen körperliche Unversehrtheit gefährdet. Für diese Tat gab es die Höchststrafe: drei Spiele Sperre plus eine saftige Geldstrafe. Der FCZ versuchte, das Urteil zu kippen – vergeblich.

Trainer Dennis Hediger muss nun improvisieren. Bereits in Lausanne fehlte Kamberi, nun folgen zwei weitere Partien ohne seinen Abwehrchef. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Mit Kamberi kassierte Zürich in dieser Saison 0,8 Gegentore pro Spiel, ohne ihn 1,6. Die Lücke ist spürbar.

Die stimmung im klub

Die stimmung im klub

„Wir akzeptieren die Entscheidung, sind aber enttäuscht“, sagte Sportchef André Kilchenmann gegenüber „freshfocus“. Intern wird gemurmelt, man hätte auf das Video-Gutachten der Liga verzichtet, wenn Kamberi nicht bereits verwarnt worden wäre. Doch die Tatsachen sind hart: Zürich verliert seine defensive Stabilität in einer Phase, in der jedes Risiko punkte kostet.

Die Fans reagierten auf Social Media mit gemischten Gefühlen. Die einen fordern mehr Disziplin, die anderen sprechen von einem „Willkommen im Fussball-Dschungel“. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen: Kamberi ist kein Rüpel, aber seine Grätsche war ein Moment der Unachtsamkeit – und genau diese Momente bestraft die Liga mittlerweile rigoroser denn je.