Flick kritisiert yamals palästina-support: „das mag ich nicht“

Barcelona feiert die Meisterschaft – doch der Jubel wird getrübt. Hansi Flick, der erfolgreiche Coach des FC Barcelona, hat sich von einem Verhalten seines Schützlings Lamine Yamal distanziert, das für Aufsehen gesorgt hat. Der Youngster hatte bei der Titelfeier öffentlich seine Solidarität mit Palästina gezeigt, was Flick nun öffentlich kritisiert hat.

Die meinungsverschiedenheit nach dem clásico-sieg

Die meinungsverschiedenheit nach dem clásico-sieg

Die Katalanen hatten sich am Sonntagabend im Clásico gegen Real Madrid mit 2:0 vorzeitig zum Meistertitel gekürt. Ein Triumph, der mit einer spektakulären Parade gefeiert wurde, bei der schätzungsweise 750.000 Menschen in den Straßen Barcelonas dabei waren. Doch inmitten der Feierlichkeiten sorgte Yamals Geständnis für Verwirrung. Er schwenkte im offenen Team-Bus eine große Palästina-Fahne, was im Netz viel Zustimmung fand, aber auch Kritik hervorrief.

„Das sind Dinge, die ich normalerweise nicht mag“, erklärte Flick auf der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen Deportivo Alavés am Mittwoch. Er betonte, dass er mit Yamal darüber gesprochen habe und ihm klargemacht habe, dass er als Erwachsener selbst für seine Handlungen verantwortlich sei. Dennoch ließ der Bundestrainer-Nachfolger durchblicken, dass er die Aktion nicht gutgeheißen habe.

Flick konzentriert sich auf den Fußball: „Unsere Aufgabe ist es, Fußball zu spielen, und wir müssen stets vor Augen halten, was die Menschen von uns erwarten. Wenn ich Menschen auf der Straße sehe, die vor Rührung weinen, wird einem bewusst, warum wir hier sind – und für mich ist genau das das Wichtigste.“ Diese Aussage verdeutlicht, dass Flick den Fokus auf das sportliche Geschehen und die Erwartungen der Fans legen möchte.

Die Unterstützung für Yamal kam auch von politischer Seite. Ministerpräsident Pedro Sánchez, bekannt für seine Kritik an Israel, sprach sich positiv über die Geste des jungen Spielers aus und bekräftigte die Anerkennung seines Landes für den Staat Palästina. Diese politische Dimension verleiht der Angelegenheit eine zusätzliche Komplexität.

Die Kontroverse überschattet einen weiteren Erfolg für Flick, der mit Barcelona bereits in der vergangenen Saison die Meisterschaft gewann. Der FC Barcelona demonstrierte seine Dominanz im spanischen Fußball und festigte seine Position an der Spitze. Die Frage ist nun, ob diese Episode die Harmonie im Team beeinträchtigen wird und wie Flick mit dieser Situation umgehen wird, um die Konzentration auf die kommenden Herausforderungen zu bewahren.