Derby-chaos! liga serie a kritisiert prefekten-entscheidung
Rom – Ein Erdbeben erschüttert den italienischen Fußball: Die Liga Serie A hat scharf reagiert auf die Entscheidung des Präfekten von Rom, Lamberto Giannini, das Derby della Capitale sowie weitere Top-Spiele auf den Montagabend zu verlegen. Die Maßnahme, die unter dem Vorwand der Vermeidung von Personalansammlungen während der gleichzeitig stattfindenden Tennis-WM im Foro Italico erfolgt, wird als unangebrachter Eingriff in die sportliche Organisation kritisiert.
Ein dominoeffekt für den italienischen fußball
Nicht nur das Derby Roma-Lazio fällt dem Beschluss zum Opfer. Auch die Spiele Genoa-Milan, Como-Parma, Juventus-Fiorentina und Pisa-Napoli wurden auf den Montag verschoben. Ein Eingriff, der schätzungsweise 300.000 Fans vor logistische und finanzielle Probleme stellt. Die Liga kritisiert, dass diese Entscheidung in direktem Widerspruch zu früheren Zusagen des Präfekten stehe, das Derby nicht nachts auszutragen.
Die Liga spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall. „Diese Tendenz der Präfekturen und Questuren, Spielpläne nach eigenem Ermessen zu verändern, ohne Rücksicht auf die Interessen der Fans, Vereine, Spieler, Fernsehsender und anderer Beteiligten, stellt eine erhebliche Bedrohung für die Glaubwürdigkeit des italienischen Systems dar, Großveranstaltungen zu organisieren“, heißt es in der scharfen Erklärung der Liga.

Tennis als vermeintlicher grund – eine kritik
Die Begründung des Präfekten, das Derby auf den Montag zu verlegen, um eine übermäßige Menschenansammlung im Bereich des Stadions Olimpico zu vermeiden, wird von der Liga als fragwürdig zurückgewiesen. Schließlich finden die Tennis-WM und das Derby in unmittelbarer Nähe statt, und bereits am vergangenen Wochenende konnten die Internationalen Tennisturniere und das Lazio-Inter-Spiel ohne Probleme parallel stattfinden. Die Liga weist darauf hin, dass die Tennis-WM lediglich rund 10.000 Zuschauer anzieht, während bei Fußballspielen im Olimpico oft über 50.000 Fans anwesend sind.
Die Liga hat nun eine formelle Aufforderung an die Behörden gerichtet, die Entscheidung rückgängig zu machen. Andernfalls werde die Liga alle rechtlichen Mittel ausschöpfen, um ihre Interessen und die des italienischen Fußballs zu verteidigen. Der Ball liegt nun klar beim Präfekten Giannini – wird er auf die Forderungen der Liga eingehen oder den Kurs der sportlichen Manipulation fortsetzen?
