Desg-präsident große weist ard-vorwürfe vehement zurück – eskalation in berlin

Eisschnelllauf-skandal: große geht in die offensive

Matthias Große, Präsident des Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Verbandes (DESG), hat am Donnerstag in Berlin eine scharfe Stellungnahme zu den Vorwürfen der ARD abgegeben. Er wies alle Anschuldigungen entschieden zurück und kündigte rechtliche Schritte an. Die Pressekonferenz, die aufgrund der ARD-Recherche während der Olympischen Winterspiele in Mailand einberufen wurde, war von Spannungen geprägt.

Zutrittsverbot für ard-journalisten

Kurz vor Beginn der Pressekonferenz erhielten die verantwortlichen Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus per Anwaltsschreiben den Zutritt zum Berliner Müggelturm verwehrt. Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky kritisierten dies als einen "klaren Eingriff in die Pressefreiheit". Seppelt selbst sprach von einem "beispiellosen Vorgang".

"Eine frechheit gegenüber der desg"

Große zeigte sich empört über die Berichterstattung und bezeichnete sie als "Frechheit gegenüber der DESG, die Arbeit von vier Jahren, hunderte von Ehrenamtlern, von Sportlern, von Funktionären kaputt zu machen". Er attackierte Seppelt und Mebus während der zweieinhalb Stunden dauernden PK wiederholt scharf. Er betonte, dass er mit allen Mitteln dafür sorgen werde, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen.

Siebenstelliger schaden und vergleich mit dem pechstein-fall

Der durch die ARD-Berichterstattung entstandene Schaden belaufe sich auf einen siebenstelligen Betrag, so Große. Er kündigte einen langwierigen Rechtsstreit an, der "genauso lange dauern wie die Causa Pechstein" werde und "genauso ausgehen" solle. Der Rechtsstreit um Claudia Pechstein hatte 16 Jahre gedauert.

Zurückweisung der vorwürfe

Große und sein Team wiesen die Vorwürfe, der Verband würde die Sportler vernachlässigen, Haushaltspläne zurückhalten und Prämien verzögert auszahlen, detailliert zurück. Es gebe kein "Klima der Angst". Allerdings waren keine Athleten anwesend, um dies zu bestätigen. Der Verband will nun über Konsequenzen für Fridjof Petzold entscheiden, der den Verband während der Winterspiele öffentlich kritisiert hatte.

Reaktion auf die kritik und ausblick

Die Situation verdeutlicht die zunehmende Brisanz im deutschen Eisschnelllauf. Die Vorwürfe der ARD haben eine tiefe Krise ausgelöst, die nun vor Gericht ausgetragen werden soll. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lage weiterentwickelt und welche Auswirkungen dies auf die Zukunft des Verbandes und seiner Sportler haben wird. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um das Vertrauen wiederherzustellen.

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