Pogacar dominiert tour de suisse: signal an die konkurrenz!
Sondrio – Tadej Pogacar hat am ersten Tag der Tour de Suisse die Radsportwelt mit einer Demonstration ungeheurer Kraft überrascht. Der slowenische Weltmeister distanzierte seine Verfolger bereits auf der Auftaktetappe mit einem beeindruckenden Sololauf und schickte ein unmissverständliches Signal an die Konkurrenz vor dem Beginn der Tour de France.
Ein vorsprung, der sprach: pogacars solo-klasse
Nach anderthalb Monaten Rennpause präsentierte sich Pogacar (UAE Team Emirates-XRG) in blendender Form. Die Konkurrenz hatte keine Antwort auf seine Attacke rund 70 Kilometer vor dem ersten, anspruchsvolleren Anstieg. Innerhalb kürzester Zeit baute er seinen Vorsprung auf über zwei Minuten aus – ein deutliches Zeichen seiner Überlegenheit. Richard Carapaz (Ecuador/EF Education-EasyPost) erreichte als Zweiter das Ziel mit einem Rückstand von 2:14 Minuten, gefolgt von Andrea Bagioli (Lidl-Trek) mit 2:29 Minuten Rückstand. Die restlichen Fahrer folgten mit Abständen von mehr als vier Minuten – ein klares Bild von Pogacars Dominanz.
Ein Blick zurück: Pogacar, der die Tour de Suisse zum ersten Mal bestreitet, präsentierte sich in herausragender Form. Sein Sieg ist der neunte in seiner bisherigen Saison, ein Beweis für seine außergewöhnliche Konstanz und sein Talent. Die Rennpause nach dem Sieg bei der Tour de Romandie Anfang Mai nutzte er gezielt, um sich auf die Tour de France vorzubereiten – offenbar mit großem Erfolg.

Die tour de france im visier: pogacars rekordträume
Mit einem weiteren Sieg könnte Pogacar bei der Tour de France, die am 4. Juli in Barcelona beginnt, zu den Rekordgewinnern aufschließen. Obwohl Jonas Vingegaard und Florian Lipowitz, seine größten Rivalen, bei der Tour de Suisse fehlen, ist die fünftägige Rundfahrt dennoch das bestbesetzte Vorbereitungsrennen auf die Frankreich-Rundfahrt. Die Konkurrenz muss sich eingestehen: Pogacar ist in Topform und bereit, Geschichte zu schreiben.
Die zweite Etappe am Donnerstag führt über 157,7 km von Locarno nach Locarno im klassischen Stil mit zahlreichen Hügeln – erneut ein Terrain, das Pogacars Stärken aufzeigen wird. Es bleibt abzuwarten, ob jemand in der Lage sein wird, dem Slowenen Paroli zu bieten. Die Antwort wird sich am Donnerstag zeigen.
