Infantino verteidigt wm-trinkpausen: "keine dollar für die fifa!"

Die Weltmeisterschaft 2026 sorgt für hitzige Debatten – nicht wegen des Spielverlaufs, sondern wegen der immer wiederkehrenden Trinkpausen. Während Spieler, Trainer und Fans die Unterbrechungen als Ärgernis empfinden, hält FIFA-Präsident Gianni Infantino eisern an der Regelung fest und weist vehement jegliche Vorwürfe der Geschäftemacherei zurück. Ein Statement, das für Aufsehen gesorgt hat.

Die chancengleichheit als argument

Infantino betonte in einer Erklärung, dass die Trinkpausen in keinem der 104 Spiele fehlen würden, um eine faire Chancengleichheit für alle 48 teilnehmenden Mannschaften zu gewährleisten. "Es wäre nicht fair, die Pausen nur bei Spielen mit hohen Temperaturen einzuführen," so der FIFA-Chef. Die hohe Belastung der Teams – bis zu acht Spiele innerhalb von 39 Tagen – sei der ausschlaggebende Grund für die Einführung gewesen. Das Ziel: Allen Mannschaften die gleichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Turnier bieten.

Ein klarer Standpunkt: "Wir haben das ausschließlich aus sportlichen Gründen getan. Die FIFA verdient an diesen Trinkpausen keinen Cent, da alle Verträge bereits vor der Einführung abgeschlossen wurden!" Damit konterte Infantino den zunehmenden Gegenwind aus Medien und Expertenkreisen weltweit, die der FIFA eine zusätzliche Einnahmequelle durch Werbeeinschaltungen unterstellen. Diese Einnahmen, so Infantino, kämen den TV-Anstalten zugute.

Ticketpreise und investitionen im fußball

Ticketpreise und investitionen im fußball

Neben der Diskussion um die Trinkpausen äußerte sich Infantino auch zu den umstrittenen Ticketpreisen für die WM. Er verteidigte diese und betonte, dass die Stadien voll seien und die FIFA den Großteil der Einnahmen direkt wieder in den Fußball investiere. "Länder wie Kap Verde oder Curaçao hätten ohne diese Investitionen keine Möglichkeit, sich so zu entwickeln, dass sie überhaupt an einer Weltmeisterschaft teilnehmen könnten," erklärte Infantino. Ein Punkt, der die Debatte um die Verteilung der WM-Einnahmen neu entfacht.

Die Reaktion der internationalen Fußballgemeinde lässt sich nicht lange auf sich warten. Während Infantino auf sportliche Fairness und finanzielle Transparenz pocht, bleibt die Frage, ob die Trinkpausen tatsächlich den gewünschten Effekt haben und die Spielerbelastung reduzieren, oder ob sie lediglich ein weiteres Element der Kommerzialisierung des großen Sports darstellen. Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Infantinos Argumentation überzeugen kann.