Iran bekommt 48 stunden lockerung – dhs ändert einreise-frist

Die USA kappen einem knappen Tag die Handschellen: Das iranische Nationalteam darf bereits zwei Tage vor dem Gruppenfinale gegen Ägypten in Seattle landen. Eine Spielminute länger bleiben dürfen die Spieler trotzdem nicht – direkt nach dem Schlusspfiff heißt es wieder Richtung Ausgang.

Was sich konkret ändert

Bisher durfte Iran nur 24 Stunden vor dem Anpfiff einreisen, musste aber spätestens am Spieltag selbst wieder abfliegen. Die neue Regelung gewährt 48 Stunden Aufenthaltszeit, verknappt jedoch die Deadline für die Heimreise nicht. Die Botschaft des Ministeriums für Innere Sicherheit ist eindeutig: Flexibilität ja, aber keine Garantie auf Verlängerung.

Das Basecamp der Mannschaft liegt im mexikanischen Tijuana, knapp 2.200 Kilometer von Seattle entfernt. Für Trainer Amir Ghalenoei bedeutet das eine kleine, aber entscheidende Erleichterung: „Wir sind die am stärksten benachteiligte Mannschaft dieses Turniers“, hatte er noch vor zwei Tagen geklagt. Die neue Frist rettet ihm nun mindestens eine zusätzliche Trainingseinheit und eine halbe Nacht Erholung.

Warum die usa umschwenken

Warum die usa umschwenken

Die DHS argumentiert mit „veränderten Sicherheitslagen“, verschweigt jedoch, dass die FIFA hinter den Kulissen massiv interveniert hat. Ein internes Protokoll, das dem TSV Pelkum Sportwelt vorliegt, zeigt: Die Weltverbandsspitze drohte mit einer Untersuchung, sollten die bisherigen Restriktionen bestehen bleiben. Der Iran selbst hat – entgegen ursprünglicher Planung – keine formelle Beschwerde mehr eingereicht. Der Grund: Die neue Regelung kommt knapp, aber rechtzeitig.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Bei den ersten beiden Gruppenspielen gegen Neuseeland und Belgien blieb Iran ohne Sieg. Mit zwei Remis hängt das Team an der letzten Chance, dennoch ist die Chance aufs Achtelfinale real. Das letzte Gruppenspiel gegen Ägypten startet am Samstag um 5:00 Uhr deutscher Zeit – und könnte das letzte sein, das die USA in diesem Turnier zu Gesicht bekommen.

Die Ironie: Während andere Teams in luxuriösen Hotels residieren und Spiel um Spiel tiefer in das Turnier eintauchen, pendelt der Iran zwischen zwei Ländern und zwei Zeitzonen. Die 48-Stunden-Regelung ist kein Freibrief – sie ist ein Kompromiss, der die sportliche Ungleichbehandlung nur ein wenig glättet. Ob das reicht, um Ägypten zu schlagen, entscheidet sich auf dem Rasen – und nicht in den Büros der DHS.