Schlotterbecks wm-aus: bvb gewinnt überraschend planungssicherheit!
Ein Schock für die deutsche Nationalmannschaft, ein Lichtblick für Borussia Dortmund? Der Innenverteidiger Nico Schlotterbeck fällt nach seiner Verletzung für den Rest der Weltmeisterschaft aus – und diese Nachricht hat unerwartete Folgen für den BVB.
Die dfb-elf muss ohne führungsspieler auskommen
Die Nachricht von Schlotterbecks Ausfall trifft den Deutschen Fußball-Bund (DFB) hart. Der 26-Jährige war als einer der Leistungsträger in die WM-Truppe berufen worden und seine Abwesenheit wird eine Lücke in der Abwehrreihen hinterlassen. Bundestrainer Flick steht nun vor der schwierigen Aufgabe, einen Nachfolger zu finden und die Defensive neu zu formen, während die Weltmeisterschaft noch läuft.
Doch während die sportliche Enttäuschung groß ist, gewinnt der BVB durch die Verletzung seines Spielmachers überraschend an Planungssicherheit. Nach Emre Can, dessen Kreuzbandriss bereits länger bekannt ist, ist Schlotterbeck der zweite Innenverteidiger, der die Vorbereitung verpassen wird. Eine Situation, die den Verein eigentlich vor große Probleme stellen würde – doch die Verantwortlichen sehen das anders.

Überangebot abgewendet: bvb kann transferpläne überdenken
Schon in der vergangenen Saison kämpfte der BVB mit personellen Engpässen in der Innenverteidigung. Can und Schlotterbeck fielen aus, zudem verletzte sich Manuel Akanji schwer. Der Verein reagierte damals mit der Leihe von Aarón Anselmino. Jetzt scheint sich die Situation umzukehren: Mit Ramy Bensebaini, Waldemar Anton und dem jungen Joane Gadou verfügt der BVB über eine solide Basis. Luca Reggiani und Filippo Mane bieten zusätzliche Optionen.
Das bedeutet: Ein zusätzlicher Innenverteidiger, der noch auf dem Transfermarkt gesucht worden war, wird nun wahrscheinlich nicht mehr benötigt. Mit der Rückkehr von Can im Herbst drohte ein Überangebot, das nun vermieden werden kann. Die Verantwortlichen atmen auf – die Situation hat sich unerwartet zum Guten gewendet.
Die Verletzung Schlotterbecks hat zudem einen weiteren positiven Nebeneffekt: Die Wahrscheinlichkeit, dass der DFB-Star auch in der kommenden Saison in Dortmund spielt, ist deutlich gestiegen. Klubs, die an einer Verpflichtung des Verteidigers interessiert waren, werden ihre Planungen wohl neu überdenken, insbesondere da die Chance, sich bei der Weltmeisterschaft einen Namen zu machen, nun ausbleibt. Die Königlichen aus Madrid dürften ebenfalls die Situation aufmerksam verfolgen.
Die sportliche Schwäche wiegt natürlich schwer, doch die unerwartete Planungssicherheit gibt dem BVB Rückenwind. Der Verein kann sich nun voll und ganz auf die kommende Saison konzentrieren, ohne den Druck, kurzfristig einen Innenverteidiger verpflichten zu müssen. Die Abwesenheit von Schlotterbeck wird zwar eine Herausforderung darstellen, doch der BVB scheint gewappnet zu sein.
