Pionierinnen des fußballs geehrt: die erste spanische auswahl feiert ihr debüt!

Ein historischer Moment wurde in Spanien gewürdigt: Die Spielerinnen, die 1971 das erste offizielle Fußballspiel der spanischen Nationalmannschaft der Frauen bestritten, wurden bei den Lilí Álvarez Awards ausgezeichnet. Es war ein Duell gegen Portugal, das 3:3 endete – ein Ereignis, das lange im Schatten blieb, nun aber endlich seinen verdienten Platz im Rampenlicht findet.

Die vergessenen heldinnen des spanischen fußballs

Die vergessenen heldinnen des spanischen fußballs

Am 21. Februar 1971 schrieb eine Mannschaft Geschichte, deren Namen kaum einer kennt: Mari Carmen Arce 'Kubalita', Virginia Cuñat, Mari Jo, Mari Carmen García, Amparo Herrera, Ana Seijo, Mari Ángeles Pérez 'Quilla', Vázquez, Virginia Parra, Francisca Cruz, Concepción Sánchez 'Conchi Amancio', Laura Luchsinger, Crespo und Marisa Conde. Sie trafen sich im Estadio La Condomina in Murcia und lieferten ein spannendes Unentschieden gegen Portugal. Die Erinnerungen an diesen Tag sind noch lebendig, auch wenn der Weg dorthin steinig war und viele Spielerinnen leider nicht mehr leben, darunter kürzlich auch Crespo.

Kubalita, die ehemalige Torhüterin des Racing de Valencia, nahm die Gelegenheit beim Schopf und dankte nicht nur für die Ehrung, sondern forderte auch eine Neubewertung der Fußballgeschichte. “Es ärgert mich, wenn heutige Spielerinnen behaupten, es habe früher keine Vorbilder gegeben. Es gab sie, wir waren es! Man muss aber zurückblicken, um zu verstehen, woher wir kommen. Nach uns gab es eine Leere, eine Unsichtbarkeit, die erst mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft gebrochen wurde.” Ihre Worte hallen nach und verdeutlichen die lange Zeit des Kampfes um Anerkennung und Wertschätzung.

Cruz erinnerte sich: “Nach dem Spiel waren wir in der Redaktion von MARCA. Ich habe immer noch die Ausreißer verschiedener Zeitungen von damals zu Hause. Es stimmt, dass man uns später nicht mehr Beachtung schenkte, aber das Spiel sorgte für große Aufregung.” Rafael Muga, der Mann hinter dieser bahnbrechenden Auswahl, sprach von einem „Aufstand gegen alle Widerstände“. Er betonte, dass seine Spielerinnen zahlreiche Barrieren überwinden mussten, um überhaupt spielen zu dürfen.

Die Lilí Álvarez Awards würdigten neben den Pionierinnen des Frauenfußballs auch weitere herausragende Leistungen im Sportjournalismus. Natalia Torrente (Relevo), Carolina Jiménez (Universo Tour Mujer), Álvaro Gómez (Onda Cero) und José Ignacio Martínez (La Marea) wurden für ihre Arbeit ausgezeichnet. Die Veranstaltung, moderiert von der Sportlerin Sara Hurtado, wurde von hochrangigen Persönlichkeiten wie José Manuel Rodríguez Uribes, dem Präsidenten des CSD, und María Guijarro, der Staatssekretärin für Gleichstellung, besucht.

María Guijarro unterstrich die Bedeutung des Sportjournalismus: “Er hat die Fähigkeit, Räume zu öffnen, wo es sie nicht gab, zu Ereignissen zu werden, was jahrelang ignoriert wurde, und neue Vorbilder zu schaffen.” Eine klare Botschaft, die Hoffnung auf eine Zukunft macht, in der der Frauenfußball endlich die Wertschätzung erhält, die er verdient.

Die Spielerinnen von 1971 haben den Grundstein gelegt – ein Fundament, auf dem heutige Generationen aufbauen können. Ihre Geschichte ist eine Erinnerung daran, dass Fortschritt oft mit Kampf und Beharrlichkeit einhergeht und dass es sich lohnt, die Vergangenheit zu ehren, um die Zukunft zu gestalten.