Philadelphia ringt orlando nieder und jagt boston – embiid fehlt, drummond liefert

Tyrese Maxey zündet den Nachbar-Knaller: 31 Punkte, keine Gnade. Mit 109:97 schickt Philadelphia die Orlando Magic in die Repetition und bucht selbst das Ticket gegen die Celtics – ohne Joel Embiid, dafür mit Andre Drummond als ungeplantem Rückgrat.

Drummond füllt die embiid-lücke in 24 minuten

Die Nachricht war eine Woche alt: Blinddarm-OP, Saison offen. Nick Nurse reagierte, indem er Drummond nicht nur erweiterte Minuten gab, sondern ihm im dritten Viertel sogar Isolationen auf dem Flügel einbaute. Ergebnis: 14 Punkte, 10 Rebounds, 3 Steals, 3 Blocks – und ein Dreier zum 109:97, der die Wells Fargo Center-Dachbalken beben ließ. „Wir wussten, dass wir Orlando auf die Bigs zwingen müssen“, sagte Nurse nach dem Spiel. „Andre hat uns erlaubt, klein zu spielen, ohne klein zu wirken.“

Die Zahl, die die Partie erklärt: 7/27 von jenseits des Bogens trafen die Gäste. In einem Play-in-Spiel, in dem jede Possession zählt, ist 25,7 % ein Selbstbiss. Desmond Bane trug mit 34 Punkten zwar die Magic auf seinen Schultern, doch als Paolo Banchero in der Schlussphase zwei offene Dreier vornehm klatschte, war die Luft raus. Banchero endete bei 7/22 FG, 0/5 3FG – Zahlen, die in der Kabine nicht laut ausgesprochen werden wollten.

Boston wartet – und orlando bekommt lamelo zum dessert

Boston wartet – und orlando bekommt lamelo zum dessert

Schon Sonntag geht’s in die erste Runde, TD Garden, Gegner: Jayson Tatum, Jaylen Brown und ein Spanier namens Hugo González, der in den letzten Wochen aus der Rotation nicht mehr wegzudenken ist. Philadelphia reist ohne Heimvorteil, aber mit Momentum. Maxey hat in den vergangenen fünf Spielen 29,8 Punkte im Schnitt – bei 48 % aus dem Feld. Paul George lieferte gegen Orlando 16 Punkte, doch seine 6 Assists und 2 Blocks waren es, die Nurse’ System am Leben hielten.

Während die 76er schon Koffer packen, droht Orlando ein Freitag-Abend mit Herzklopfen. Die Charlotte Hornets, mit LaMelo Ball nach einem 60.000-Dollar-Fine für ein „reckless swing“ gegen Bam Adebayo frisch gebüsst, gastieren im Amway Center. Der Gewinner fliegt nach Detroit – und die Pistons haben in den letzten zehn Spielen nur zweimal verloren. Die Magic müssen also nicht nur werfen, sondern treffen. Denn sonst wird die Saison schneller beendet, als man „Play-in“ sagen kann.

Für Philadelphia ist klar: Embiids Gesundheitsbogen bleibt das X-Factor. Ohne ihn sind sie ein Temposchiff. Mit ihm wären sie ein Schlachtschiff. Doch selbst das Tempo reichte, um Orlando zu versenken. Boston wird härter. Vielleicht sogar historisch. Aber wer Tyrese Maxey in dieser Verfassung hat, darf träumen – auch ohne seinen MVP in der Maschine.