Darmstadt 98: aufstiegsträume zerplatzen – kohfeldt sieht stolz
Karlsruhe – Die letzten Hoffnungen auf den Bundesliga-Aufstieg sind für den SV Darmstadt 98 geplatzt. Die Lilien verloren am Sonntag auswärts gegen den Karlsruher SC mit 1:2 und müssen sich nun mit dem Verbleib in der 2. Bundesliga abfinden. Trotz der Enttäuschung überwiegt beim Trainer Florian Kohfeldt der Stolz auf seine Mannschaft und die mitgereisten Fans.
Ein lauter abschied vom gästeblock
Während die Spieler den Platz verließen, brüllte es aus dem Darmstädter Gästeblock. "Hier regiert der SVD! Hier regiert der SVD!" Die knapp 3.000 Fans zeigten ihre Unterstützung für das Team, das trotz der Niederlage einen couragierten Auftritt bot. Ein besonderes Highlight war der Zusammenhalt der Mannschaft, wie er sich am Ende des Spiels zeigte, als Fabian Holland, Florian Kohfeldt und Kai Klefisch arm in arm vor dem Gästeblock standen.
Kohfeldt, der die Partie gegen Karlsruhe mit einigen Stammkräften verlor, betonte im ARD-Interview: "Eines der positivsten Dinge an diesem Verein ist, dass die Menschen wissen, was möglich ist und wann ehrliche Arbeit geleistet wird." Auch der scheidende Spieler Holland zeigte sich dankbar für die Unterstützung der Fans, obwohl er enttäuscht sei, ihnen keinen Erfolg mit nach Hause nehmen zu können. "Es ist schon hart, gerade nicht einfach, wenn man in die Gesichter der Fans guckt. Wir hätten ihnen sehr gerne etwas gegeben," so Holland.

Mehr als nur ein spiel
Die Niederlage in Karlsruhe markiert das Ende einer Saison, in der Darmstadt 98 zwar eine starke Leistung zeigte, den Aufstieg aber verpasste. Auch wenn der Aufstieg nie offiziell als Saisonziel ausgegeben wurde, so war er doch ein Traum vieler Fans. Kohfeldt und seine Mannschaft wollen sich nun mit zwei weiteren Spielen in der Saison noch einmal zeigen und ihren Fans für die Unterstützung danken.
Aber was bleibt? Kohfeldt beantwortet die Frage nach den Gründen für die Niederlage mit einer Reihe von Gegenfragen. War es eine Blockade im Kopf? Fehlte Spielglück? Oder die vielen Ausfälle? "Das hat uns am Ende gekostet," sagt der Trainer. Trotz allem bleibt die Mannschaft stehen und zeigt Charakter.
